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Putin: Westen ist schuld an mangelnden Getreideexporten

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Von Euronews  mit dpa
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Getreide - Symbolbild
Getreide - Symbolbild   -   Copyright  Ben Curtis/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Um eine Hungerkrise von noch nie dagewesenem Ausmaß zu verhindern, haben die G7-Länder im Vorfeld zum ihrem Gipfel in Elmau zu einem entschlossenen Kampf für Ernährungssicherheit aufgerufen.

Spitzendiplomaten drängten auf schnelles globales Handeln angesichts der sich verschärfenden Nahrungsmittelkrise - die wegen ausfallender Getreideexporte der Ukraine und gestiegener Preise Millionen weitere Menschen an den Rand des Hungers treibt.

In Berlin wies US-Außenminister Antony Blinken die russische Darstellung zurück, dass die Sanktionen gegen Russland der Grund für die Blockade der Weizenlieferungen seien:

"Von den Sanktionen, die wir und viele andere Länder gemeinsam gegen Russland verhängt haben, sind Nahrung, Lebensmittelerzeugnisse, Düngemittel, Versicherer und Frachtunternehmen (Spediteure) ausgenommen. Es gibt also keinen Grund, keinen anderen Grund als Russlands Blockade der Ukraine und Russlands Weigerung, aus politischen Gründen eigenes Getreide zu exportieren. Es gibt keinen Grund, warum es sich nicht bewegen sollte."

Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte hingegen, dass der Westen den Export von russischem Getreide verhindere: 

"Es ist nicht das Ergebnis der letzten Monate und erst recht nicht die Folge der speziellen Militäroperation Russlands zum Schutz des Donbas [...] Einige westliche Länder gehen mit einem solchen Zynismus an diese Fragen heran und destabilisieren damit den globalen Markt der landwirtschaftlichen Produktion."

Angesichts der russischen Blockade von ukrainischen Seehäfen im Schwarzen Meer bemüht sich die internationale Gemeinschaft um die Schaffung dauerhafter Alternativrouten für Getreideexporte aus der Ukraine - doch die Kapazitäten sind begrenzt und der Preis hoch.