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"Don't pay UK" - Wut über steigende Gaspreise, Haushalte drohen London mit Zahlungsboykott

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Archivbild Copyright SHAUN CURRY/AFP
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Von Andrea Büring
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Eine Kampagne in Grossbritannien fordert die Senkung der hohen Lebenshaltungskosten auf ein "verträgliches Niveau". Der Regierung wird ein Ultimatum gestellt.

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Viele Menschen in Großbritannien kämpfen mit wachsenden Lebenshaltungskosten. Vor allem Strompreise sollen zum 1. Oktober weiter steigen - um bis zu 80 Prozent. Daher könnte fast ein Drittel der britischen Haushalte in diesem Winter von Armut bedroht sein, wird geschätzt.

Am teuersten ist bei mir zu Hause der elektrische Wasserkocher...
Fern Bast
Todmorden

Ein nicht hinnehmbarer Zustand für Menschen wie Fern Bast, die in Todmorden wohnt. Sie spöttelt, "am teuersten ist bei mir zu Hause der elektrische Wasserkocher." 

"Die berechnen mir insgesamt jeden Monat fast 209 Euro. Vorher habe ich monatlich nur 130 Euro gezahlt", rechnet Fern vor.

Boykott von Gasrechnungen

Preissteigerungen, gegen die sich Widerstand formiert. Die Kampagne "Don't pay UK" droht der Regierung in London mit einem Zahlungsboykott ab dem 1. Oktober, sollten die Lebenshaltungskosten nicht gesenkt werden. Ihr Ziel: 1 Million Unterschriften. Bisher beteiligen sich über 100.000 Menschen an der Aktion. 

Für Unmut im Volk über die steigenden Lebenskosten sorgen Berichte über Rekordgewinne von Energieversorgern wie British Gas, dem Eigentümer des Energieversorgungsunternehmens Centrica. 

Nach Vorbild der Kopfsteuer

Inspiriert wurde die Kampagne vom Widerstand gegen die Kopfsteuer in Großbritannien: Nicht mehr der Immobilienbesitz diente als ihre Rechnungsgrundlage, sondern die Zahl der Bewohner. So zahlte der reiche Alleinbewohner einer Villa genausoviel Abgabe wie jeder einzelne Erwachsene in einer mehrfach belegten Mietwohnung.

Anfang 1990 weigerten sich 18 Millionen Menschen, diese Steuer zu bezahlen. Die Proteste stürzten die Regierung in eine tiefe Krise und führten zum Rücktritt von Margaret Thatcher. Die umstrittene Kopfsteuer wurde von ihrem Nachfolger John Major abgeschafft.

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