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Spannungen mit China: Taiwan hält eigene Manöver ab

Ein taiwanesischer Soldat vor einem Flugabwehrgeschütz
Ein taiwanesischer Soldat vor einem Flugabwehrgeschütz Copyright Johnson Lai/AP
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Von Euronews mit dpa
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Spannungen mit China: Taiwan hält eigene Manöver ab. Eine gemeinsame Ankündigung Washinhtons und Taipehs könnten zu neuen Verstimmungen Chinas führen.

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Vor dem Hintergrund der Spannungen mit China hat Taiwan eigene Militärmanöver abgehalten. Bei der Übung wurde ein chinesischer Raketenangriff simuliert.

Das Verteidigungsministerium des Inselstaates reagierte damit auf die großangelegten Manöver Pekings, mit denen unter anderem eine See- und Luftblockade Taiwans simuliert wurde.

"Wir verurteilen die militärischen Provokationen des kommunistischen Chinas im See- und Luftraum sowie Untergrabung des regionalen Friedens", sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums Sun Li-fang. "Wir stellen klar, dass die Aufrechterhaltung unserer Gefechtsbereitschaft in der Verantwortung aller Soldaten liegt. Somit führen die Militäroperationen der Kommunistischen Partei Chinas lediglich dazu, dass wir die Gefechtsbereitschaft trainieren."

China: "Pelosi-Besuch in Taiwan ist rückschrittlich"

Peking wiederum machte deutlich, dass die Manöver letztendlich nur eine Reaktion auf den Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses in Taiwan gewesen sei. Der Sprecher des Außenministeriums, Wang Wenbin, erklärte, dass der Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan mit Einwilligung der USA eine "rückschrittliche Praxis" sei.

Chinas Souveränität sei ernsthaft verletzt, Chinas innere Angelegenheiten schwer beeinträchtigt und der Frieden und die Stabilität in der Straße von Taiwan sei ernsthaft untergraben worden, so der Sprecher. Man müsse eine klare Reaktion zeigen. "Unser Standpunkt ist legitim, angemessen und rechtmäßig, und unsere Maßnahmen sind entschlossen, stark und verhältnismäßig."

Formelle Handesgespräche angekündigt

Die Regierungen in Washington und Taipeh kündigten unterdessen an, formelle Handelsgespräche im Rahmen einer neuen Initiative aufnehmen zu wollen. Die erste Runde solle im "frühen Herbst" stattfinden, hieß es aus den USA. Beide Seiten wollten die Handels- und Investitionsbeziehungen vertiefen.

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet Taiwan nur als Teil der Volksrepublik und lehnt alle Formen offizieller Kontakte anderer Länder zu Taipeh ab. Schon mit Blick auf die vorbereitenden Handelsgespräche zwischen Taiwan und den USA hatte das chinesische Außenministerium zusätzlich noch seinen Widerstand gegen etwaige Vereinbarungen deutlich gemacht, die offizieller Art seien und Auswirkungen auf Chinas Souveränität hätten, wie es hieß.

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