"Klimawandel mit katastrophaler Geschwindigkeit": Guterres warnt Weltgemeinschaft auf der COP27

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Von Euronews  mit dpa
Im ägyptischen Badeort Scharm-el-Scheich wurde am Sonntag die COP27 eröffnet
Im ägyptischen Badeort Scharm-el-Scheich wurde am Sonntag die COP27 eröffnet   -   Copyright  AP

Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen - die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits deutlich zu spüren. Der jüngste Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) bestätigt, dass die vergangenen Jahre die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sind. Der Meeresspiegel sei zuletzt doppelt so schnell angestiegen wie zu Beginn der 1990er Jahre, die Gletscherschmelze in den Alpen im vergangenen Sommer war so extrem wie nie zuvor. Laut WMO hat auch die Konzentration der wichtigsten Treibhausgase - Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) - 2021 einen neuen Höchststand erreicht. 

Expert:innen der Klimaforschung zufolge muss die Erderwärmung bei 1,5 Grad gestoppt werden. Andernfalls könnten gefährliche Kipppunkte überschritten werden, die den Klimawandel um ein Vielfaches katastrophaler für die Menschheit machen. Mit den derzeitigen Bemühungen in der Klimapolitik steuert der Planet derzeit auf eine Erwärmung von 2,5 Grad zu. Nur ein radikales Umsteuern in der Klimapolitik könnte dazu beitragen, die Erderwärmung zu begrenzen.

"Jetzt ist es an der Zeit": Guterres appelliert an Weltgemeinschaft

Auf der Klimakonferenz COP27 im ägyptischen Scharm-el-Scheich appellierte UN-Generalsekretär António Guterres an die Weltgemeinschaft:

"Wie die Weltwetterorganisation deutlich gemacht hat, vollzieht sich der Klimawandel mit katastrophaler Geschwindigkeit und zerstört Lebensgrundlagen auf allen Kontinenten. Auf das Notsignal des Planeten müssen wir mit ehrgeizigen, glaubwürdigen Klimaschutzmaßnahmen antworten. Die COP27 muss der richtige Ort sein, es ist jetzt an der Zeit."

Finanzierung für ärmere Staaten?

Mehr als 120 Staats- und Regierungschef haben ihre Teilnahme an dem Klimatreffen angekündigt, darunter auch der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden. Chinas Präsident Xi Jinping und der Indiens Premierminister Narendra Modi nehmen nicht an der Konferenz teil. 

Auf dem Treffen geht es vor allem um die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen, auch für ärmere Staaten, die überdurchschnittlich von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. 

Die Klimakonferenz COP27 berät zwei Wochen lang, wie der Kampf gegen die Erderhitzung verstärkt werden kann.