Konsequenzen aus WM-Debakel: Muss nach Bierhoff auch Flick gehen?

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit dpa
Bierhoff und Flick bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am 10. November 2022
Bierhoff und Flick bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am 10. November 2022   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Nach dem Debakel bei der WM hat der Deutsche Fußball Bund überraschend schnell reagiert. Kurz und schmerzlos verständigten sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Präsident Bernd Neuendorf nur vier Tage nach der Rückkehr aus Katar auf die Auflösung des bis 2024 laufenden Vertrags des Ex-Nationalstürmers.

Die erste personelle Konsequenz aus dem freien Fall vom alle anderen dominierenden Weltmeister 2014 zum harmlosen Spielball von WM-Gruppengegnern wie Japan.

Was wird nun aus Flick?

Noch in Katar hatte die DFB-Spitze einen Krisengipfel für diese Woche angekündigt, in dessen Zentrum nun Bundestrainer Hansi Flick steht. Er will weitermachen, muss aber ebenfalls mit einem Vertrauensverlust klarkommen und binnen 18 Monaten eine Herkulesaufgabe bewältigen: den sichtlich demoralisierten Ex-Weltmeister ganz neu aufzustellen. Ein weiteres frühes Ausscheiden bei der EM 2024 in Deutschland könnte die ehemals stolze Fußball-Nation wohl kaum verkraften. Das Turnier beginnt am 14, Juni 2024 mit dem Eröffnungsspiel in der Münchner Arena.

Wer Flick bei der schwierigen Mission als Sportdirektor zur Seite stehen wird, ist völlig offen. Als Bierhoff-Nachfolger werden bislang ehemalige Nationalspieler wie Fredi Bobic und Sami Khedira gehandelt, aber auch der ehemalige DFB-Sportdirektor Matthias Sammer ist im Gespräch.