Urbi et Orbi im Vatikan - Störaktion in Stuttgarter Kirche vereitelt

Der Papst auf dem Balkon des Petersdoms am 25.12.2022
Der Papst auf dem Balkon des Petersdoms am 25.12.2022 Copyright Gregorio Borgia/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit dpa
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Tausende Gläubige versammelten sich auf dem Petersplatz, um den Segen Urbi et Orbi in Empfang zu nehmen. In Stuttgart wurde eine Aktion der NGO "Letzte Generation" vereitelt. Das Bundesjustizministerium kritisierte das Vorhaben.

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Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und andere Konflikte überschatten das Weihnachtsfest auch im Vatikan. Vor tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz spendete Papst Franziskus auf dem Balkon des Petersdoms den Segen Urbi et Orbi, "der Stadt und dem Erdkreis".

Die Welt forderte der Pontifex in seiner Weihnachtsbotschaft auf, sich stärker für den Frieden einzusetzen: "Möge der Herr den Verstand derjenigen erleuchten, die die Macht haben, die Waffen zum Schweigen zu bringen und diesem sinnlosen Krieg ein sofortiges Ende zu setzen!

Leider ziehen es die Menschen vor, auf andere Gründe zu hören, die von der Logik der Welt diktiert werden. Unsere Zeit erlebt auch in anderen Regionen, auf anderen Schauplätzen dieses dritten Weltkrieges, eine schwere Hungersnot des Friedens."

Papst Franziskus erinnerte vor allem an das Leid der Kinder, nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Syrien, Libyen, dem Libanon, Jemen, der Sahelzone, Iran und Myanmar.

Bischöfe fordern Friedensinitiative

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, forderte, einen Weg zum Frieden zwischen Ukrainern und Russen zu suchen. Die Unterstützung derUkraine müsse weitergehen, aber gleichzeitig brauche es Friedensinitiativen. Bätzing forderte Menschen in Deutschland auf, auf dort lebende Menschen aus der Russland und der Ukraine zuzugehen.

Bayerns evangelischer Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm mahnte in seiner Weihnachtsbotschaft mehr Dialog in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wie in der Weltpolitik an. 

Bundesjustizminister Marco Buschmann kritisierte unterdessen eine geplante Störaktion der NGO "Letzte Generation" in Stuttgart. Klima-Aktivistinnen und Aktivisten wollten dort offenbar einen im Fernsehen übertragenen Gottesdienst stören. Dieser wurde allerdings bereits am Vortag aufgezeichnet, weil die Organisatorinnen und Organisatoren der Veranstaltung Wind von dem Plan bekommen hatten. Die Aktivistinnen und Aktivisten standen Heiligabend also vor verschlossenen Kirchentüren.

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