Iranische Führung droht "Feinden der Islamischen Republik"

Der iranische Präsident Ebrahim Raisi
Der iranische Präsident Ebrahim Raisi Copyright Vahid Salemi/Copyright 2022 The AP
Von Euronews
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Auf der Todesliste der iranischen Justizbehörde stehen mehr als 20 Demonstranten. Vorgeworfen wird ihnen "Kriegsführung gegen Gott", worauf gemäß islamischer Rechtsauffassung das Todesurteil steht. Zwei Demonstranten wurden bereits hingerichtet.

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Der iranische Präsident Ebrahim Raisi will seine harte Linie im Umgang mit Regimegegnern fortsetzen. Er sagte auf einer staatlich organisierten Trauerfeier für iranische Kriegsopfer, Feinden der islamischen Republik würde kein Mitleid zu Teil werden. Darunter versteht die iranische Führung vor allem die USA und Israel, aber auch Saudi-Arabien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. 

Gegen die so genannten Feinde im Inland geht Teheran mit aller Härte vor: So wurden am Montag die Ehefrau und Tochter des früheren Fußballprofis und Regimekritikers Ali Daei am Verlassen des Landes gehindert. Ihr Flugzeug machte eine unplanmäßige Landung, bevor die beiden von Bord geholt wurden. Daei war früher Kapitän der Nationalmannschaft. Er hatte die Regierung in Teheran für die gewaltsame Unterdrückung der Proteste kritisiert.  

Mehr als 20 Demonstranten stehen auf einer Todesliste. Zwei Menschen wurden in diesem Zusammenhang bereits hingerichtet. 

Seit mehr als drei Monaten protestieren im Iran landesweit Menschen gegen das islamische System und die Unterdrückung von Frauen. Sie begannen, als Mitte September eine Frau in Polizeigewalt ums Leben kam.

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