Russland sieht Finnlands Nato-Beitritt als Angriff

Wladimir Putin
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Von Euronews mit dpa
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Russland kritisiert Finnlands Nato-Beitritt

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Russland hat den Nato-Beitritt seines Nachbarn Finnland als Bedrohung für seine eigene Sicherheit kritisiert. "Die Erweiterung der Nato ist ein Angriff auf unsere Sicherheit und die nationalen Interessen Russlands", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Zugleich wies er die These zurück, dass der Nato-Beitritt Finnlands gleichbedeutend mit dem von Russland befürchteten Beitritt der Ukraine sei.

Dmitri Peskow, Kremlsprecher: “Wir werden genau beobachten, was in Finnland passiert. Welche Waffen die NATO dort aufstellt. Ob sie nahe unserer Grenze sein werden und uns bedrohen. Danach richten sich dann unsere Maßnahmen."

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu äußerte sich ähnlich. Mit der Spezialoperation in der Ukraine habe der Nato-Beitritt Finnlands nichts zu tun.

Schoigu: "Wenn Finnland auch Mitglied der Nato ist, so kann sich natürlich der Konflikt ausweiten, aber die Nato-Mitgliedschaft Finnlands hat nichts mit der Spezialoperation zu tun."

Russland hat unterdessen die Übergabe eines atomwaffenfähigen Raketenkomplexes vom Typ Iskander-M an die Nachbarrepublik Belarus bestätigt. Schoigu sagte auch, die Ausbildung belarussischer Soldaten an den russischen Atomraketen habe bereits begonnen. Laut Schoigu können die Raketen von Iskander-M sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Die Aufrüstung des verbündeten

Nachbarlandes bezeichnete der Minister als Reaktion auf die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine.

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