"AKW, nein danke": Drei letzte Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet

Greenpeace feiert den Atomausstieg vor dem Brandenburger Tor
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Anlässlich des Endes des Atomzeitalters in Deutschland stellt Greenpeace vor dem Brandenburger Tor in Berlin eine 4 Meter lange Skulptur eines T.rex aus, der auf dem Boden liegt und von Atommüllfässern umgeben ist.

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Deutschland hat mit der Abschaltung seiner drei verbliebenen Kernkraftwerke begonnen, als Teil eines seit langem geplanten Übergangs zu erneuerbaren Energien.

Am AKW Neckarwestheim feierten Menschen, die seit Jahrzehnten für den Atomausstieg gekämpft hatten, die Umsetzung der Entscheidung - die Olaf Scholz im vergangenen Jahr auf den 15. April 2023 festgelegt hatte - mit einem Picknick.

Deutsche Aktivisten und Aktivistinnen feiern die Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke des Landes, die den endgültigen Atomausstieg Deutschlands besiegeln. Anlässlich des Endes des Atomzeitalters in Deutschland stellt Greenpeace vor dem Brandenburger Tor in Berlin eine 4 Meter lange Skulptur eines T.Rex-Dinosauriers aus, der auf dem Boden liegt und von Atommüllfässern umgeben ist. Auf dem Dinosaurier steht die Anti-Atomkraft-Sonne in Siegerpose, als kämpferische Figur mit einem Schild: "Atomkraft, nein danke".

Umweltgruppen haben angekündigt, das Wochenende mit Feierlichkeiten vor den drei abgeschalteten Reaktoren zu begehen. Auch innerhalb der Anlagen wurden kleine, geschlossene Zeremonien organisiert. Andere Industriestaaten wie die Vereinigten Staaten, Japan und China haben ihre Atomkraftwerke abgeschaltet.

Befürworter der Atomenergie sind der Meinung, dass im Rahmen der weltweiten Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels zuerst die fossilen Brennstoffe abgeschafft werden sollten, da die Kernenergie weitaus weniger Treibhausgasemissionen verursacht.

Als die Energiepreise im letzten Jahr aufgrund des Krieges in der Ukraine in die Höhe schnellten, bekamen einige Mitglieder der Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz kalte Füße, die Atomkraftwerke wie geplant am 31. Dezember 2022 zu schließen. Die Regierung hat zugestimmt

Die Regierung hat eingeräumt, dass Deutschland kurzfristig stärker auf umweltschädliche Kohle und Erdgas angewiesen sein wird, um seinen Energiebedarf zu decken, auch wenn es Maßnahmen ergreift, um die Stromerzeugung aus Sonnen- und Windenergie massiv auszubauen. Das Land

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