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Geheimnisverrat über Selenskyj-Besuch: Berlin sucht Verantwortliche(n)

Selenskyj war am Donnerstag zu Besuch in den Niederlanden, gleichzeitig wurde bekannt, dass er einen Berlin-Besuch plant. Allerdings war die Information wohl geheim.
Selenskyj war am Donnerstag zu Besuch in den Niederlanden, gleichzeitig wurde bekannt, dass er einen Berlin-Besuch plant. Allerdings war die Information wohl geheim. Copyright  AP/Yves Herman
Copyright AP/Yves Herman
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Die Berliner Polizei such die Verantwortlichen, die offenbar geheime Pläne über einen Besuch des ukrainischen Präsidenten in der Hauptstadt an die Medien weitergegeben haben.

Als der ukrainische Präsident am Mittwoch zu einem überraschenden Besuch in Helsinki beim Treffen der Nordischen Länder auftauchte und anschließend in die Niederlande reiste wurden Pläne bekannt, wonach Selenskyj auch nach Berlin reisen will.

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Mehrere Medien beriefen sich mit den Informationen auf die Berliner Polizei und berichteten, dass der Präsident in der kommenden Woche erst in der Hauptstadt zu Besuch ist und anschließend zur Verleihung des Karlspreises nach Aachen reist.

Dass dieses Programm vorab bekannt wurde, verärgert die ukrainische Regierung. Aus Sicherheitsgründen werden die Reiseplände Selenskyjs normalerweise geheim gehalten.

Innerhalt der Berliner Polizei wird nun ermittelt, wie es zu dem Informationsleck kommen konnte. In einem Bericht war ein angeblich ein Angehöriger der Polizei Berlin zitiert und vertrauliche Details zu einem in Planung befindlichen Einsatz wiedergegeben worden.

Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik nannte es "unerträglich", dass ein Mitarbeiter das Ansehen der Polizei Berlin national und international beschädigte. Erst auf Anfrage nach diesem Bericht habe die Presseabteilung die Einsatzplanung zum Selenskyj-Besuch bestätigt.

Das Boulevard-Blatt B.Z. hatte zuerst von den Einsatzplänen der Polizei berichtet.

Dass Selenskyjs Reisepläne bekannt sind ist umso brisanter als dass Russland nach einem angeblichen Drohnenangriff auf seinen Präsidenten Wladimir Putin die Tötung Selenskyjs öffentlich diskutiert und als Ziel nennt.

Auf Nachfrage dieser russischen Vorhaben sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz in den Niederlanden, dass man Informationen aus Russland generell keinen Glauben schenke.

In der Ukraine hat das deutsche Informationsleck für Unmut gesorgt. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev bezeichnete den mutmaßlichen Geheimnisverrat als "sehr unglücklich".

Dass Selenskyj tatsächlich nach Aachen reist für die Verleihung am 14. Mai ist nicht bestätigt. Die Anwesenheit des Kanzlers Olaf Scholz in der Stadt Nahe der belgischen und niederländischen Grenze ist dagegen bestätigt.

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