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Ukraine meldet weitere Gebietsgewinne: Ist das der Beginn der Gegenoffensive?

Ukrainische Soldaten auf einem gepanzerten Wagen in der Region Saporischschja
Ukrainische Soldaten auf einem gepanzerten Wagen in der Region Saporischschja Copyright ANATOLII STEPANOV/AFP or licensors
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Von Euronews mit dpa
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In der Anfangsphase der lange erwarteten ukrainischen Gegenoffensive berichtet Kiew von der Rückeroberung einzelner Dörfer. Aus Moskau wird die Abwehr ukrainischer Angriffe vermeldet.

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Ukrainische Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge weitere kleine Geländegewinne erzielt. Demzufolge sollen im Osten der Ukraine, in der Region Donezk, Truppen die Kontrolle über das Dorf Storozhove übernommen haben. Die Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen.

Auch das Dorf Storoschewe, ebenfalls im Gebiet Donezk, sei eingenommen worden, teilte die ukrainische Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar am Montag auf ihrem Telegram-Kanal mit. Die Nationalflagge wehe wieder über Storoschewe, "und so wird es mit jeder Ortschaft sein, bis wir die ukrainische Erde völlig befreit haben", schrieb Maljar.

Storoschewe liegt an der Grenze zwischen den Regionen Donezk und Saporischschja in der Gegend, wo ukrainische Truppen auch am Vortag bereits die Einnahme mehrerer Siedlungen verkündet hatten.

Seit dem vergangenen Wochenende hat Kiew Videos veröffentlicht, die zeigen sollen, wie ukrainische Truppen mehrere Siedlungen einnehmen, wie etwa in Blahdatne oder Neskutschne in der Region Donezk.

Moskau meldet Abwehr Kiewer Angriffsversuche in Südukraine

Russlands Militär meldete hingegen, Angriffsversuche ukrainischer Truppen an der Südfront abgewehrt zu haben. Durch «energische Handlungen der verteidigenden Einheiten» habe man drei Angriffe aus Richtung Welyka Nowosilka in Donezk und im Raum der Ortschaft Lewadne im Gebiet Saporischschja abgewehrt, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Montag.

Er sprach zugleich davon, dass ukrainische Truppen unter anderem in der Siedlung Neskutschne getroffen worden seien. Die Siedlung galt bislang als russisch kontrolliert, ehe am Wochenende ukrainische Einheiten Bilder vom Hissen der Nationalflagge im Dorf veröffentlichten. Der nun von Moskau gemeldete Beschuss gilt als weiteres Indiz dafür, dass Neskutschne nicht mehr unter russischer Kontrolle ist.

Militärexperten: Noch kein ukrainischer "Durchbruch"

Explizit hat Kiew den Beginn seiner lange angekündigten Großoffensive zur Befreiung der von Russland besetzten Gebiete noch nicht bestätigt. Militärexperten gehen allerdings davon aus, dass diese bereits läuft. So schrieb das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seinem jüngsten Lagebericht am Sonntag, dass die ukrainische Armee mehrere Orte bei Angriffen im Süden, Südwesten und Südosten von Welyka Nowosilka im Gebiet Donezk befreit habe. Storoschewe sowie Neskutschne liegen in unmittelbarer Nachbarschaft von Welyka Nowosilka. Der Ukraine seien auch Vorstöße im Gebiet Saporischschja gelungen. Entgegen mancher Darstellung sei es aber verfrüht, zum jetzigen Zeitpunkt von einem ukrainischen "Durchbruch" zu sprechen.

Beobachter gehen davon aus, dass in der Anfangsphase der Gegenoffensive Schwachstellen in der russischen Verteidigung aufgespürt und so Moskaus mögliche Verteidigungstaktik offengelegt werden soll, bevor von Kiew größere Teile seiner Soldaten und vom Westen erhaltene Waffen in den Kampf geschickt werden. Es wird erwartet, dass die Angriffe gegen von den Russen gut befestigte Verteidigungsstellungen den Ukrainern einen hohen Tribut abverlangen.

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