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"Regenschirm-Marsch" in Lyon: Flüchtlinge brauchen weiterhin Schutz

Eine Frau beim "Regenschirm-Marsch" am Weltflüchtlingstag 2015
Eine Frau beim "Regenschirm-Marsch" am Weltflüchtlingstag 2015 Copyright JEAN-PHILIPPE KSIAZEK/AFP
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Von Euronews
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Zum Weltflüchtlingstag haben Aktivist:innen in Lyon Solidarität mit Asylsuchenden gezeigt. Traditionell gibt es dabei einen sogenannten Regenschirm-Marsch.

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Mit einem sogenannten "Regenschirm-Marsch" haben im französischen Lyon Betroffene Solidarität mit Geflüchteten in Europa gezeigt. Die Aktion findet jährlich zum Weltflüchtlingstag statt.

"Ohne gemeinnützige Organisationen wäre es mir sehr schwer gefallen. Vielleicht hätte ich mich zurückgezogen oder mir das Leben genommen, nach allem, was so passiert...", sagt Raissa Flore, ein Geflüchtete.

Die prekäre Lage von Asylsuchenden in Europa hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft, wie die Organisation "Forum Réfugiés" erklärt.

"Wir nutzen Regenschirme, ein sehr einfaches Symbol für Schutz, weiße Regenschirme, um die Botschaft zu senden, dass wir Flüchtlinge auch weiterhin unterstützen müssen. Frankreich hat in einem Jahr ungefähr genauso viele Flüchtlinge aufgenommen wie Asylbewerber pro Jahr, etwa 100.000: Es musste also "doppelt" aufgenommen werden", erklärt Jean-François Ploquin, Geschäftsführer bei Forum Réfugiés.

Um der steigenden Zahl gerecht werden zu können, probieren Freiwilligenorganisationen neue Formen der Aufnahme aus: die Unterbringung bei Bürger:innen. Eine Rolle, die Odile Lacour gut kennt.

Wir nehmen seit zehn Jahren Asylsuchende auf, denn es hat uns empört, dass sie trotz einer Aufenthaltsgenehmigung keine Unterkunft bekamen.
Odile Lacour
Nimmt Asylsuchende bei sich auf

"Wir nehmen seit zehn Jahren Asylsuchende auf, denn es hat uns empört, dass sie trotz einer Aufenthaltsgenehmigung keine Unterkunft bekamen und sie auf der Straße bleiben mussten."

Leider sind derartige Zustände keine Seltenheit. Yacouba, der vor einigen Tagen Flüchtlingsstatus erhielt, hat es so geschafft, nicht auf der Straße zu leben.

"Als ich ankam, war es wirklich schwer. Ich schlief auf dem Bahnhof. Ich hatte niemanden. Ich wurde von Familien aufgenommen und blieb bei ihnen."

Nach Angaben von "Forum Réfugiés" ist die Zahl der Asylanträge auf dem höchsten Stand seit 2016.

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