Bei Münchner Sicherheitskonferenz: Nawalnys Ehefrau fordert Schulterschluss gegen Putin

Seit Januar 2021 befand sich Alexej Nawalny in Haft.
Seit Januar 2021 befand sich Alexej Nawalny in Haft. Copyright Alekszandr Zemljanyicsenko/Copyright 2017 The AP. All rights reserved.
Von Euronews
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Nach dem Tod ihres Ehemannes Alexej Nawalny hat Julija Nawalnaja in einer Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen Putin aufgefordert.

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Die mutmaßlich letzten Aufnahmen des Kremlkritikers Alexej Nawalny stammen aus einer Gerichtsanhörung vom Donnerstag. Dort verneinte das Gericht den Vorwurf, dass Gespräche zwischen Nawalny und seinem Anwalt illegal aufgenommen worden seien.

Einen Tag später gab die Gefängnisverwaltung seinen Tod bekannt. Nawalny habe nach einem Spaziergang das Bewusstsein verloren und sei daraufhin verstorben.

Nawalnaja fordert gemeinsamen Kampf gegen Putins Regime

Seine Ehefrau Julija Nawalnaja sprach am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

"Ich will die gesamte Weltgemeinschaft, alle Menschen in diesem Raum und in der ganzen Welt, dazu aufrufen, mit vereinten Kräften dieses böse, entsetzliche Regime in Russland zu besiegen", sagte sie.

"Sowohl dieses Regime als auch Wladimir Putin müssen persönlich verantwortlich gemacht werden für all die fürchterlichen Dinge, die sie meinem Land, unserem Land, Russland, in den letzten Jahren antun", so Nawalnaja weiter.

Bisher keine unabhängige Bestätigung des Todes

Nawalnys Pressesprecherin erklärte, dass es bisher keine unabhängige Bestätigung für den Tod des langjährigen Oppositionsführers gebe. Auch seine Frau zweifelte die Glaubwürdigkeit der russischen Quelle an.

Seit seiner Rückkehr nach Moskau im Januar 2021 befand er sich in Haft. Davor hatte er sich in Deutschland von einem Giftanschlag erholt, für den er den Kreml verantwortlich machte. Seine Verurteilung zu 19 Jahren Haft wegen Extremismus bezeichnete Nawalny als politisch motiviert.

Dreimal wurde Nawalny seit Januar 2021 in Russland schuldig gesprochen. Nach seiner letzten Verurteilung sagte er, dass er eine "lebenslange Haftstrafe" verbüße, die sich entweder an der Länge seines Lebens oder an der des russischen Regimes bemesse.

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