IStGH erlässt Haftbefehle gegen zwei russische Oberbefehlshaber

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehle gegen zwei ranghohe russische Offiziere erlassen.
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehle gegen zwei ranghohe russische Offiziere erlassen. Copyright Peter Dejong/Copyright 2020 The AP. All rights reserved
Von Heilika Leinus
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Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehle gegen zwei ranghohe russische Offiziere erlassen. Ihnen werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

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Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehle gegen zwei ranghohe russische Offiziere erlassen. Ihnen werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Der Weltstrafgerichtshof hat gegen die russichen Oberbefehlshaber Sergej Iwanowitsch Kobylasch und Viktor Nikolajewitsch Sokolow Haftbefehle erlassen. Laut dem Gerichtshof wird angenommen, dass die beiden Männer für Raketenangriffe gegen die Ukrainische elektrische Infrastruktur verantwortlich seien. Dem Internationalen Strafgerichtshof zufolge wurden diese Angriffe von ihnen unterstellten Streitkräften „von mindestens 10. Oktober 2022 bis mindestens 9. März 2023 durchgeführt“. Deshalb werden den beiden russischen Offizieren ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Ein Mitarbeiter eines Kraftwerks geht am Donnerstag, 5. Januar 2023, an einem Krater vorbei, der durch einen russischen Angriff verursacht wurde.
Ein Mitarbeiter eines Kraftwerks geht am Donnerstag, 5. Januar 2023, an einem Krater vorbei, der durch einen russischen Angriff verursacht wurde.Evgeniy Maloletka/Copyright 2020 The AP. All rights reserved

Selenskyj dankte dem Gerichtshof

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte dem Gerichtshof für diese Entscheidung. Seit März 2023 werden bereits der russische Präsident Wladimir Putin und dessen Kinderbeauftragte, Maria Lwowa-Belowa, wegen Verschleppung von ukrainischen Kindern gesucht. Seit Kriegsbeginn wurden mehr als 19.000 Kinder offiziell als verschleppt oder verschwunden gemeldet.

Macron fordert einheitliches Vorgehen gegen Russland

Nach einem Treffen mit dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel in Prag sagte der französische Präsident Emmanuel Macron, dass er bei seinen Äußerungen über die mögliche Entsendung westlicher Truppen in die Ukraine bleibe. Er betonte erneut die Notwendigkeit einer einheitlichen und entschiedenen Vorgehensweise gegenüber Russland und wiederholte, dass die Ukraine so lange wie nötig unterstütz werden müsse.

Tschechischer Präsident Petr Pavel (links) und französischer Präsident Emmanuel Macron trafen sich am 5. März in Prag.
Tschechischer Präsident Petr Pavel (links) und französischer Präsident Emmanuel Macron trafen sich am 5. März in Prag.Petr David Josek/Copyright 2024 The AP. All rights reserved

Des Weiteren würdigte Macron die tschechische Initiative zur Beschaffung von Artilleriemunition für die Ukraine durch mehrere europäische Staaten. Frankreich werde sich dem Vorhaben anschließen, sagte er.

Eine fünfköpfige Familie beigesetzt

Verwandte verabschieden sich von Tetiana und Oleg Kravets und ihren drei Kindern.
Verwandte verabschieden sich von Tetiana und Oleg Kravets und ihren drei Kindern.Michael Shtekel/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist eine fünfköpfige Familie beigesetzt worden. Am Wochenende wurden zwölf Menschen in einem russischen Drohnenangriff gegen ein mehrstöckiges Wohnhaus getötet. Darunter befanden sich Tetiana und Oleh Kravets samt ihren drei Kindern. Eines der Kinder war erst sieben Monate alt. Insgesamt verloren in diesem Angriff fünf Kinder ihr Leben.

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