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Brüsseler Wirtschaftsforum: Wettbewerbsfähigkeit und Sozialmodell in unruhigen Zeiten

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni beim Brüsseler Wirtschaftsforum. 4. Mai 2023
EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni beim Brüsseler Wirtschaftsforum. 4. Mai 2023 Copyright European Commission
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Von Efi Koutsokosta
Zuerst veröffentlicht am
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EU-Wirtschaftskommissar Gentiloni besteht darauf: Investitionen in die Zukunft und soziales Modell müssen kompatibel sein.

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Wie können die Wettbewerbsfähigkeit und das Sozialmodell Europas in einem sich rapide verändernden Umfeld erhalten werden?

Diese Frage stand im Mittelpunkt der Debatte auf dem diesjährigen Brüsseler Wirtschaftsforum am Donnerstag, wie immer von der EU-Kommission organisiert.

Nach Ansicht von Expert:innen ist die Künstliche Intelligenz zur Realität geworden und sie wird den Menschen in einigen Bereichen bald übertreffen können.

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni zieht daraus die Folgerung, dass Europa weiterhin in den sozialen Bereich investieren und gleichzeitig weiter den Weg der Digitalisierung beschreiten muss.

Gegenüber Euronews erklärte er:

"Es muss kompatibel sein. Ich glaube nicht, dass wir eine Alternative haben. Unser Sozialmodell hat sich als sehr effektiv und stark erwiesen. Wir haben zwei historische Krisen durchlebt: die Pandemie in ihrer Gesundheitsdimension und in derjenigen der Wirtschaft. Und ich glaube, dass sich unser Sozialmodell in beiden Fällen bewährt hat. Natürlich brauchen wir einen Haufen von Investitionen, aber nicht auf Kosten unseres Sozialmodells".

Für die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calviño ist die iberische Halbinsel ein gutes Beispiel dafür, wie ganz Europa in dieser neuen Ära des grünen und digitalen Wandels an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen kann: mit einer Konzentration auf staatliche Kontrolle der Energiepreise und auf gute Gesetzgebung, wie sie gegenüber Euronews erläuterte:

"Ich denke, dass die Energiepreise ein Schlüsselelement der Wettbewerbsfähigkeit sind, auf das wir wirklich achten sollten, um sicherzustellen, dass sie so niedrig wie möglich sind, damit wir weltweit wettbewerbsfähig sind. Auch im Hinblick auf den Digitalisierungsprozess, der in der Tat unaufhaltsam ist, müssen wir sicherstellen, dass wir einen rechtlichen Rahmen haben, der einen europäischen Ansatz für die Digitalisierung vorsieht und unsere europäischen Werte und Rechte schützt. Ich denke, dass dies der beste Weg ist, um sicherzustellen, dass die Digitalisierung für unser Gesellschaft akzeptabel und mittel- bis langfristig nachhaltig ist."

Einig waren sich die anwesenden Expert:innen auch darin, dass die Regierungen mehr Geld für Bildung und Ausbildung ausgeben müssen, damit den Menschen die Anpassung an den sich verändernden Arbeitsmarkt gelingt.

Journalist • Andreas Rogal

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