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Insekten frisch auf den Tisch

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Insekten frisch auf den Tisch
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Von Christopher Pitchers
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Die meisten Menschen würden beim Angesicht dieser kriechenden Kreaturen das Weite suchen. Stellen Sie sich nun vor, nur einen kleinen Moment, sie würden diese Insekten verspeisen. Unrealistisch? Weit gefehlt. Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit in Parma gab im Januar den gemeinen Mehlwurm zum Verzehr frei. Eßbare Insekten dürften nun künftig die Regale der Supermärkte bevölkern. Aber würden sie auch gekauft?

Es gehe darum, Verbrauchern schmackhaftes Essen anzubieten, sagt die Chefin des Insektenherstellers Tor Royal, Lies Hackelbracht. Wenn Menschen einen Burger mit Mehlwürmern essen wollten, dann müssten diese auch gut sein.

Tierische Proteine durch Insekten zu ersetzen, habe auch positive Effekte auf die Umwelt, so lautet ein Bekehrungsversuch.

Hackelbracht: Wenn die Weltbevölkerung neun Milliarden Menschen erreiche, werde es nicht länger allen möglich sein, Fleisch zu essen. Also müssten andere Lösungen gefunden werden, Pflanzen oder eben Insekten.

Mehlwürmer sind nicht die einzigen Insekten, die für den Verzehr bestimmt werden könnten. Auf dieser Insektenfarm in Belgien werden eine ganze Reihe andere Kriecher und Krabbler gezüchtet, von Grillen zu Heuschrecken. Im Moment jedoch werden sie als Tierfutter verwendet.

Doch der Eigentümer glaubt, dass die Leute auf den Geschmack kommen, wenn die EU-Behörde erst einmal weitere Genehmigungen erteilt. In ein paar Jahren werde der Zuspruch wachsen. Deswegen sei es jetzt wichtig, gesetzliche Zulassungen zu erhalten. Erst danach könnten Insekten populär gemacht werden, so Alexander Maroy.

Der nächste Schritt ist die Zustimmung der Mitgliedsstaaten - bis dahin bleiben Insekten den Supermärkten fern.

Journalist • Stefan Grobe