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Neue Erkenntnisse: So sah Ötzi wirklich aus!

Die Untersuchung seiner genetischen Informationen hat ergeben, dass die 5.300 Jahre alte Mumie einen Teint mit dunkler Haut und Augen in der gleichen Farbe besaß.
Die Untersuchung seiner genetischen Informationen hat ergeben, dass die 5.300 Jahre alte Mumie einen Teint mit dunkler Haut und Augen in der gleichen Farbe besaß. Copyright Credit: AP Photo and Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology
Copyright Credit: AP Photo and Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology
Von Theo FarrantAP
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Eine neue DNA-Analyse enthüllt faszinierende neue Details über sein tatsächliches Aussehen.

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Jahrzehnte nach der Entdeckung von Ötzi, der berühmten Gletschermumie, haben Wissenschaftler seine DNA untersucht, um ein genaueres Bild des alten Jägers zu zeichnen. Die Mumie war im Jahr 1991 von Wanderern in den italienischen Alpen entdeckt worden.  

Ein neu ausgewertetes Genom, das aus Ötzis Hüftknochen gewonnen wurde, bietet einen neuen Blick auf sein tatsächliches Aussehen.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Darstellungen, die ihn mit langem, zerzaustem Haar und blasser Haut zeigen, legt die neue Analyse nahe, dass er wahrscheinlich sehr wenig Kopfhaar, dunkle Augen und eine viel dunklere Haut hatte als bisher angenommen.

Die Studie kommt auch zu dem Schluss, dass Ötzi hauptsächlich von Bauern aus der heutigen Türkei abstammte.

Wer war Ötzi, der Mann aus dem Eis?

Credit: AP Photo
Wanderer fanden Ötzi im Jahr 1991 in den italienischen Alpen.Credit: AP Photo

Im September 1991 machten deutsche Wanderer hoch oben in den Ötztaler Alpen, einem italienischen Tal nahe der Grenze zu Österreich, eine schockierende Entdeckung: eine gefrorene Leiche.

Später wurde klar: Es handelte sich um die Überreste eines Mannes, der vor etwa 5.400 Jahren durch einen Pfeilschuss in den Rücken gestorben war.

Neben der Leiche wurden auch Reste von Kleidung und Ausrüstung gefunden, darunter eine Kupferaxt, ein Langbogen und eine Bärenfellmütze.

Die Entdeckung des Eismanns, der nach dem Tal, in dem er gefunden wurde, den Spitznamen Ötzi erhielt, erregte weltweites Aufsehen und verschaffte den Wissenschaftler:innen beispiellose Einblicke in alte europäische Zivilisationen.

Seit dem Jahr 1998 bewahrt das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen seine Leiche in einer speziellen Kühlzelle auf.

Welche Bedeutung haben die neuen Erkenntnisse?

Credit: AFP
Eine Nachbildung Ötzis im Archäologischen Museum in Bozen, ItalienCredit: AFP

Bereits im Jahr 2012 war eine Entschlüsselung des Ötzi-Genoms veröffentlicht worden. Doch seither hat sich die DNS-Forschung weiterentwickelt. Daher folgte nun eine weitere Auswertung, erklärt Studienautor Johannes Krause, Genetiker am deutschen Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

Die neue Entschlüsselung bietet "tiefere Einblicke in die Geschichte dieser Mumie", so Andreas Keller von der Universität des Saarlandes, der an der früheren Version arbeitete, aber nicht an der neuen Studie beteiligt war.

Dem neuen Genom zufolge sah Ötzi, als er im Alter von 45 Jahren starb, ähnlich aus wie die Mumie heute. "Er ist dunkel und hat nicht viele Haare", sagte Studienautor Albert Zink, Leiter des Instituts für Mumienstudien bei Eurac Research in Italien.

Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology
Auf Basis der neuesten Erkenntnisse hat sich ein Künstler mit Ötzi beschäftigt.Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology

Wissenschaftler waren bisher davon ausgegangen, dass der Eismann zu Lebzeiten hellhäutiger und haariger war, sein mumifizierter Leichnam sich aber im Laufe der Zeit verändert hatte. Seine Abstammung lässt darauf schließen, dass er in einer isolierten Population von Individuen in den Alpen lebte, so Zink.

Die meisten heutigen Europäer haben eine Mischung von Genen aus drei Gruppen: Bauern aus Anatolien, Jäger und Sammler aus dem Westen und Hirten aus dem Osten. Anders bei Ötzi: 92 Prozent seiner Vorfahren stammten von anatolischen Bauern ab. 

Schauen Sie sich im Video oben an, wo Ötzi, der Mann aus dem Eis, heute untergebracht ist.

Cutter • Theo Farrant

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