Mariupol: Elend einer belagerten Stadt

Mariupol: Elend einer belagerten Stadt

In der belagerten Stadt Mariupol leben die Menschen unter katastrophalen humanitären Bedingungen. Versuche, die Stadt zu evakuieren, scheiterten bisher weitgehend. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

In der belagerten Stadt Mariupol leben die Menschen unter katastrophalen humanitären Bedingungen. Versuche, die Stadt zu evakuieren, scheiterten bisher weitgehend. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

Seit Tagen gibt es keine Heizung, Telefon oder fließend Wasser. Trinkwasser stammt aus Bächen oder es wird Schnee geschmolzen. Soldaten rationierten Wasser in Flaschen und verteilten es an Frauen und Kinder.

Schutz suchen die Menschen in Kellern und warten dort ängstlich auf bessere Nachrichten über Evakuierungspläne aus der Stadt, in der Leichen auf den Straßen liegen bleiben.

Internet gibt es nicht mehr, mit Autoradios bekommen sie Nachrichten, die von russischen oder von Russland unterstützten separatistischen Kräften gesendet werden.

Schätzungsweise 200.000 Menschen - fast die Hälfte der 430.000 Einwohner - hoffen, die Stadt verlassen zu können.