Eine Hitzewelle mit warmer Luft aus Afrika trifft Spanien und Frankreich von Samstag bis Dienstag, den 23. Juni; in manchen Regionen klettern die Temperaturen über vierzig Grad.
Der Sommer hat offiziell noch gar nicht begonnen, doch in großen Teilen Spaniens herrscht seit Wochen Hitze. Diese Lage spitzt sich in den kommenden Tagen weiter zu. Pünktlich zum Beginn der neuen Jahreszeit am Sonntag, dem 21. Juni, gerät das Land in eine Hitzewelle. Fachleute stufen sie als intensiv ein; örtlich könnten die Werte über 40 °C steigen.
Laut dem EU-Klimadienst Copernicus setzt die Hitze am Wochenende zunächst in der Mitte und im Westen Europas ein. Von dort breitet sie sich auf den Rest des Kontinents aus, Spanien gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Frankreich steht ebenfalls im Fokus: In den heißesten Regionen beider Länder könnten die Temperaturen 40 bis 45 °C erreichen.
Auslöser dieser Wetterlage ist ein Schub warmer, trockener Luft aus Afrika, der nach Norden zieht. Schon am Samstag steigen die Temperaturen deutlich. Am Sonntag erreichen die Höchstwerte in Galicien und an der Kantabrischen Küste bis zu 38 °C. In den Becken von Ebro, Tajo, Guadiana und Guadalquivir sind 40 °C möglich.
Hitzespitze zu Beginn der kommenden Woche
Montag und Dienstag werden nach Angaben von Meteored die härtesten Tage. Die Tiefstwerte sinken in weiten Teilen Spaniens nicht unter 25 °C, die Höchsttemperaturen können noch etwas weiter klettern. Im Norden des Landes liegt die Temperaturabweichung, also der Unterschied zu den sonst üblichen Werten, bei etwa zehn bis 15 °C. Das zeigt, wie ungewöhnlich diese Hitzewelle dort ist. Ab Dienstag, dem 23., beginnt die Hitzewelle an Kraft zu verlieren, doch Expertinnen und Experten rechnen damit, dass die Hitze zwar abgeschwächt, aber den Rest der Woche präsent bleibt.
Der Meteorologe José Antonio Maldonado fand im Radiosender COPE klare Worte. Der Temperaturanstieg an diesem Samstag und Sonntag sei noch nicht der Höhepunkt der Hitzewelle: „Wir haben den Gipfel noch nicht erreicht“, warnte er in der Sendung „Herrera en COPE“. Nach seiner Prognose zieht die Hitze in der ersten Wochenhälfte noch einmal deutlich an, in einigen Gebieten könnten bis zu 45 °C erreicht werden. Maldonado sprach von „extremer Hitze“ und warnte vor Gewittern, die örtlich sehr heftig ausfallen könnten.