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Angriff auf Grenzen: Spanien nimmt 10 Migranten fest

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Angriff auf Grenzen: Spanien nimmt 10 Migranten fest

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REUTERS/Fabian Bimmer
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Die spanische Polizei hat in der Exklave Ceuta zehn Männer aus Guinea, Kamerun und Togo festgenommen, die im Juli die Grenzanlagen überwanden. Die Männer werden den spanischen Behörden zufolge verdächtigt, den Sturm von rund 800 Menschen auf den Grenzzaun vor rund einem Monat organisiert zu haben. Ihnen wird zudem Körperverletzung zur Last gelegt.

Nach Angaben der Polizei gingen die Migranten, bei ihrem Versuch, die Sperranlagen zu überwinden mit erheblicher Gewalt gegen Grenzschützer vor. So sollen die Angreifer die Beamten mit einer ätzenden Substanz beworfen haben. Mehrere Polizisten mussten ärztlich behandelt werden.

In der vergangenen Woche schickte Spanien 116 Migranten, die am Vortag nach Ceuta eingedrungen waren, nach Marokko zurück.

Die für Ceuta zuständige Gesandte der spanischen Regierung sagt, man übe Druck auf die Europäische Union aus, weiterhin die Mittel zu erhalten, um Marokko bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms zu helfen.

Die spanische Zeitung El Confidencial zitiert Ministerpräsident Pedro Sánchez mit den Worten, man werde mit harter Hand gegen Migranten vorgehen, die unter Gewaltanwendung versuchten, die Grenzzäune zu den Exklaven Ceuta und Melilla zu überwinden.

Seit Jahresbeginn sind rund 4400 Migranten auf dem Landweg in die in Nordafrika gelegenen spanischen Exklaven Ceuta und Melilla gekommen. Beide Städte, deren Grenzen zu Marokko durch Metallzäune gesichert sind, sind die einzigen Landverbindungen zwischen Afrika und der Europäischen Union.

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