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Georgien: Bau des ersten Tiefseehafens beginnt

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Georgien: Bau des ersten Tiefseehafens beginnt

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Hier an der östlichen Schwarzmeerküste vor Anaklia wird er enstehen: Der erste Tiefseehafen Georgiens.

Größtes Infrastrukturprojekt Georgiens: Tiefseehafen Anaklia

Es ist eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes, das das Konzept der antike Seidenstraße, die einst Europa mit Asien verbunden hat, wiederbeleben soll. Bisher steuern große Frachtschiffe das Land - in Ermangelung eines Hafens - nicht an, so die Überzeugung von Bauherren und Wirtschaftsminister. Der Bau des Anaklia-Hafens wird das bald ändern, ist Giorgi Kobalia, Georgiens Wirtschaftsminister, überzeugt:

"Der Tiefseehafen Anaklia wird zwei wichtige Herausforderungen für das Wirtschaftswachstum Georgiens angehen: Er wird die bestmögliche Nutzung der strategischen Lage unseres Landes sicherstellen und die Region in eine logistische Drehscheibe verwandeln. Wir haben nicht nur einen guten Zugang zu den Märkten Armeniens und Aserbaidschans, sondern auch zu Zentralasien und auch weiter nach China."

Aufschwung für die einheimische Wirtschaft?

Bis 2020 soll das Tor zur neuen Ost-West-Verbindung von Anaklia über Tiflis nach Baku fertiggestellt werden, von der sich die Regierung einen Aufschwung für die heimische Wirtschaft erhofft. Bis 2025 soll die umgeschlagene Fracht dort 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Georgiens generieren.

Investitionen von 2,5 Millarden Euro

Rund fünf Millionen Kubikmeter Schlamm müssen aus dem Meer geholt werden, damit der Hafen die langfristig angestrebte Kapazität von 100 Millionen Tonnen Fracht erreicht. Die Investionen in Höhe von 2,5-Milliarden-US-Dollar stemmt ein Konsortium, dem die US-amerikanische Gesellschaft Conti International und die georgische TBC Holding angehören. Ihr Konzessionsvertrag läuft über 52 Jahre.