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Bald "Agentenaustausch" zwischen Norwegen und Russland?

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Bald "Agentenaustausch" zwischen Norwegen und Russland?

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Ein seit Dezember wegen Spionageverdachts in Russland inhaftierter Norweger könnte womöglich im Rahmen eines Austauschs freikommen.

Das bestätigte der Anwalt des Mannes am Montag. Das Moskauer Gericht habe dessen Untersuchungshaft verlängert. Damit verschiebe sich ein möglicher Prozessbeginn, dies lasse hoffen, dass es zu einem Austausch mit einem russischen Staatsbürger kommen könnte, der erst vor Kurzem in Oslo unter Spionageverdacht festgenommen worden war.

Es stelle sich Frage, ob dieser Mann, der gerade in Oslo verhaftet wurde, gegen seinen Mandanten ausgetauscht werden könne, und ob ein solcher Austausch erst stattfinden könnte, nachdem die Gerichte in Russland und Norwegen statuiert hätten, oder ob es eine schnellere Lösung gebe, indem beide Länder die Anklagepunkte fallen ließen und damit beide Männer früher nach Hause kämen, so der Anwalt Ilya Novikov.

Der 51 Jahre alte russische Verdächtige war am Flughafen in Oslo festgenommen worden, nachdem er ein Seminar im norwegischen Parlament besucht und sich dabei verdächtig verhalten hatte. Auf der Konferenz des Europäischen Zentrums für parlamentarische Wissenschaft und Dokumentation (EZPWD) war es unter anderem um Cybersicherheit gegangen.

Das russische Außenministerium regierte verärgert und beklagte, die norwegische Spionage-Hysterie nehme abscheuliche Formen an. Dies werde nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Bei dem inhaftierten Norweger handelt es sich um den 62-jährigen ehemaligen Grenzbeamten Frode Berg aus der Stadt Kirkenes im Norden Schwedens.