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Eilmeldung

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Vermisste Deutsche in Ägypten unter Terrorverdacht: Einer in Haft, der andere wurde abgeschoben

Kairo, Ägypten
Kairo, Ägypten -
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REUTERS/Amr Abdallah Dalsh
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Im Fall der zwei Deutsch-Ägypter, die im Dezember mit nur wenigen Tagen Abstand spurlos verschwanden, gibt es Neuigkeiten. Die beiden wollten über verschiedene Flughäfen nach Ägypten einreisen, kamen aber nie an ihrem Ziel an.

Mann aus Göttingen wurde abgeschoben

Der 23-Jährige aus Göttingen, der während seiner Einreise nach Kairo verschwand, ist wegen mutmaßlicher Terrorverbindungen von ägyptischen Behörden nach Deutschland abgeschoben worden. Sein Bruder bestätigte der deutschen Presseagentur, dass er mittlerweile wieder in Deutschland ist. Bei Facebook schrieb der 24-Jährige, sein Bruder werde von der Mutter und zwei Geschwistern auf einem Flughafen abgeholt. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, er sei auf dem Weg nach Göttingen.

Nach Darstellung der staatlich gelenkten Zeitung Al-Ahram vom Freitag, soll der Mann versucht haben, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf der Sinaihalbinsel anzuschließen.

Die Nachrichtenseite veröffentlichte am Freitagmorgen Fotos des 23-Jährigen bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Kairo sowie ein Foto des Flugtickets von Kairo nach Frankfurt. Demnach ist der Göttinger um 2:14 Uhr zurück nach Deutschland geflogen worden. Das Auswärtige Amt in Berlin konnte die Abschiebung zunächst nicht bestätigen.

18-Jähriger aus Gießen wahrscheinlich festgenommen worden

Der 18-Jährige aus Gießen dagegen, der über Weihnachten seinen Eltern zufolge den Großvater in Kairo besuchen wollte, befindet sich offenbar in Gewahrsam der ägyptischen Behörden. Die Botschaft bemühe sich „intensiv um konsularischen Zugang und wird den Fall weiterhin betreuen“, hieß es am Donnerstag. Die Botschaft hat demnach Kontakt sowohl zu ägyptischen Behörden als auch zu Angehörigen des 18-Jährigen. Der Sender Hit Radio FFH berichtete unter Berufung auf den Vater des Mannes, dass dieser wegen Terrorverdachts festgenommen worden sein soll. Dazu machte das Auswärtige Amt keine Angaben.

Mittlerweile wurde eine Onlinepetition zur Freilassung des 18-Jährigen gestartet. Damit fordern die Unterzeichner Außenminister Heiko Maas (SPD) zum Handeln auf. Mehr als 55.000 Menschen haben bis zum Freitagnachmittag unterschrieben.