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BDI: Unterhaus-Entscheidung ist "dramatisch"

BDI: Unterhaus-Entscheidung ist "dramatisch"
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Die Ablehnung des EU-Austrittsabkommens durch das britische Parlament haben Wirtschaftsverbände als schlechte Nachricht für deutsche Unternehmen gewertet.

Joachim Lang, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), ging noch einen Schritt weiter: "Das Ergebnis der gestrigen Abstimmung im britischen Unterhaus ist aus Sicht des BDI dramatisch. Wir nähern uns damit einer Situation, die selbst eine Mehrheit der britischen Parlamentarier eigentlich nicht will, nämlich die des harten Brexit."

Es drohe eine Rezession in der britischen Wirtschaft, die auch an Deutschland nicht unbemerkt vorüberziehen würde, sagte Lang. Jede Unklarheit gefährde Hunderttausende von Arbeitsplätzen: "Im Grunde sind alle Sparten betroffen. Vom Automobilsektor über die Chemie über die pharmazeutische Industrie, Maschinenbau, Elektro - alle sind davon betroffen, denn Großbritannien war mal der drittgrößte Partner, den wir hatten. Sie sind mittlerweile abgesunken auf Platz fünf, aber sie sind immer noch ein sehr wichtiges Land für unsere Außenwirtschaft."

Der Verband der Automobilindustrie bezeichnete die Ablehnung des Austrittsabkommens als "politisch fahrlässig". Es drohten schwere Konsequenzen für Bürger und Unternehmen. Vor allem in Großbritannien stünden auch Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Hintergrund: Tausende Regelungen für Handel und Verkehr zwischen Großbritannien und der EU drohen nach dem 29. März ungültig zu werden. Das trifft Reisende, Arbeitnehmer und Unternehmen auf beiden Seiten des Ärmelkanals.