Tierquälerei oder Sport? Hunderennen der Extreme in Alaska

Tierquälerei oder Sport? Hunderennen der Extreme in Alaska
Von Euronews
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Mehr als 1600 Kilometer jagen die Hundeschlitten beim Iditarod-Rennen durch das verschneite Alaska. Tierschützer kritisieren die Veranstaltung, sie sei für die Hunde qualvoll. Im Gegenteil, sagt etwa Titelverteidiger Joar Ulsom.

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In Anchorage im US-Bundesstaat Alaska startete am Wochenende das 47. Iditarod Hundeschlittenrennen. Nach der Eröffnungszeremonie in Anchorage startete das Rennen im weiter nördlich gelegenen Willow.

In diesem Jahr nehmen 14 Teams teil, wollen die 1609 Kilometer bis nach Nome an der Westküste Alaskas zurückzulegen. Dazu überqueren Menschen und Hunde zwei Bergketten, den zugefrorenen Yukon und die Küste entlang der Beringsee. Das Gewinnerteam dürfte die Ziellinie in der alten Goldsucherstadt Nome nach neun Tagen und erreichen.

Am Rande des Starts demonstrierten Unterstützer der Tierschutzorganisation PETA. ''Hunde sind keine Schneefahrzeuge, dieses Rennen macht sie krank. Sie bekommen Magenbluten, wunde Pfoten und Herzanfälle", so Tricia Lebkuecher von PETA.

PETA gibt an, in der Geschichte des Rennens seien seit den 70er Jahren 150 Hunde ums Leben gekommen, darunter ein Tier im vergangenen Jahr.

Titelverteidiger Joar Ulsom aus Norwegen argumentiert dagegen: "Wir kümmern uns sehr gut um unsere Hunde. Wir setzten sie zu dem Zweck ein, zu dem sie gezüchtet wurden. Die Hunde nicht rennen zu lassen, wäre die grausamste Sache überhaupt und eine Enttäuschung für die Tiere."

Die Veranstalter hatte zunächst keine Angaben über die Zahl der bisher verstorbenen Hunde gemacht.

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