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Madrid: Krimi um nordkoreanische Botschaft geht weiter

Madrid: Krimi um nordkoreanische Botschaft geht weiter
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Der Angriff auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid sorgt weiter für Gesprächsstoff.

Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass der US-Auslandsgeheimdienst CIA bei dem Vorfall seine Finger im Spiel hatte. Inzwischen wurden noch weitere Einzelheiten bekannt. In der Botschaft seien die Ermittler auf ein Waffenarsenal gestoßen, Gewehre und Handwaffen, die zumindest teilweise von den Angreifern genutzt wurden, wie Tageszeitung "El País" berichtete.

Der Vorfall ereignete sich am 22. Februar 2019, kurz vor dem zweiten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un.

Eine Gruppe von zehn bewaffneten Personen war in die Botschaft in Madrid eingedrungen und hatte Mobiltelefone und Computer mitgenommen. Acht in der Botschaft befindliche Angestellte wurden geknebelt und geschlagen, zwei mussten später im Krankenhaus behandelt werden.

Polizeiquellen zufolge war der Angriff bis ins Detail geplant. Es sei ebenfalls nicht auszuschließen, dass die Angreifer Informationen aus der Botschaft erhalten haben.)) Erst einige Tage vor dem Angriff hatte es in der Botschaft eine Feier gegeben, ein seltenes Ereignis.

Eine Vermutung ist, dass die Männer Informationen über Kim Hyok Chol, den Leiter der nordkoreanischen Delegation bei den Atomverhandlungen mit Washington, suchten. Er hatte zwischen 2014 und 2017 die Botschaft in Madrid geleitet.