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Katalanische Flaggen in Madrid

Katalanische Flaggen in Madrid
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Ein ungewohntes Bild hat sich am Samstag den Bürgern von Madrid geboten: Auf den prominenten Plätzen der spanischen Hauptstadt wehten katalanischen Flaggen. Erstmals demonstrierten zehntausende katalanische Unabhängigkeitsbefürworter nicht in Barcelona, sondern in Madrid, um die Freilassung der angeklagten Separatistenführer zu fordern.

500 Polizisten sicherten den friedlichen Marsch durch die Stadt. Busse und Sonderzüge brachten die Demonstranten aus dem katalansichen Teil des Landes in die Hauptstadt, wo sich zwölf ehemalige katalanische Spitzenpolitiker und Aktivisten seit Mitte Februar vor dem Obersten Gericht verantworten müssen. Ihnen werden unter anderem Rebellion und Aufruhr vorgeworfen.

Den Angeklagten drohen wegen des illegal organisierten Unabhängigkeitsreferendums vom Oktober 2017 langjährige Haftstrafen. Der umstrittene Prozess wird seit Wochen live im spanischen Fernsehen übertragen, um größtmögliche Transparenz zu schaffen.

Puigdemont: mit Estelades in den Straßen, festlich und respektvoll

Kataloniens ehemaliger Regionalpräsident Carles Puigdemont, der nicht von der Anklage betroffen ist, twitterte: "Sehr emotional angesichts des Erfolges der Madrider Demonstrationen. Es ist sehr, sehr wichtig, dass sie stattgefunden haben und auch, wie sie stattgefunden haben: mit Estelades (die katalanische Flagge) in den Straßen, festlich und respektvoll. Und begleitet von Menschen aus ganz Spanien. Danke"