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Verona: 20.000 demonstrieren gegen "Weltfamilienkongress"

Verona: 20.000 demonstrieren gegen "Weltfamilienkongress"
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In der italienischen Stadt Verona haben zehntausende Menschen gegen den dort stattfindenden Weltfamilienkongress protestiert.

Das internationale Treffen gilt als Sammelpunkt erzkonservativer Christen und rechter Politiker, die sich unter anderem gegen Abtreibung und Homo-Ehe positionieren. Der Familienkongress wird von christlichen Gruppen und der rechten Lega-Partei organisiert. Hinter dem Treffen steht ein christliches Netzwerk evangelikaler Prägung aus den USA.

Gegendemonstrantin Maddalena Sacchi sagte: "In Italien gibt es gegenwärtig ernstzunehmende Attacken gegen von Frauen erkämpfte Rechte und Freiheiten. Freiheiten in den Bereichen Abtreibung, Scheidung und Familie stehen auf dem Spiel. Das sind Grabenkämpfe, die wir eigentlich schon hinter uns glaubten, die bereits der Vergangenheit angehörten"

Konflikt der Weltanschauungen

In Verona prallen unterschiedliche Weltanschauungen und Überzeugungen derzeit ungebremst aufeinander. Die Abtreibungsgegnerin und Kongressteilnehmerin Olimpia Tarzia erläuterte ihren Standpunkt: "Durch den Kongress wollen wir die Bedeutung und den Wert der Familie aufleben lassen, einen Ausgleich erreichen für Frauen zwischen Freizeit und Beruf. Wir fordern echte Freiheit für Frauen."

Der Vatikan beteiligt sich nicht an dem Kongress in Verona. Papst Franziskus erklärte, das Treffen sei von der Sache her korrekt, aber von der Methode her verkehrt.

Der italienische Innenminister und Lega-Parteichef Matteo Salvini erklärte in Verona: "Als stellvertretender Ministerpräsident dieses Landes will ich am Ende meiner fünfjährigen Amtszeit danach beurteilt werden, ob die Italiener wieder mehr Sicherheit und Jobs haben und beginnen, wieder Babys bekommen, denn ein Land ohne Babys ist ein Land im Sterben."