Tsipras nimmt Niederlage kämpferisch

Tsipras nimmt Niederlage kämpferisch
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Reuters / Alkis Konstantinidis
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Die Regierung Tsipras ist am Ende, die Linkspartei Syriza muss in Griechenland fortan mit der zweiten Geige vorliebnehmen. Euronews hat sich bei den Syriza-Anhängern umgehört:

„Ich bin enttäuscht, dass die politische Sichtweise, für die die Nea Demokratia steht, zurückkehrt. Die Partei hat das Land in die Krise gezogen und ist jetzt wieder da, um es aus einer sogenannten Krise herauszuholen“, sagt ein Mann.

Ein anderer meint: „Wir haben eine solche Niederlage erwartet. Die Europawahl hat es bereits angekündigt. Ich glaube, für die meisten Griechen ist das kein gutes Ergebnis, aber mal abwarten.“

Alexis Tsipras bleibt trotz der Niederlage aller Voraussicht die starke Persönlichkeit der griechischen Linken. Noch am Wahlabend jedenfalls zeigte sich der 44-Jährige guter Dinge, eines Tages in die Regierungsverantwortung zurückzukehren. Die Bilanz seines Kabinetts - so meint Tsipras - sei gut.

„Wir haben gekämpft und eine Menge erreicht, haben immer den Kopf oben behalten. Genauso nehmen wir auch jetzt das Urteil des Volkes an, denn wir wissen, dass das Griechenland, das wir jetzt der neuen Regierung übergeben, nichts mit dem Griechenland zu tun hat, das wir damals übernommen haben“, so Tsipras.

Euronews-Reporterin Nikoletta Kritikou kommentiert: „Der scheidende Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die Niederlage mit Würde ertragen. Tsipras hat für die Niederlage für Syriza die Verantwortung übernommen und versprach, aus Syriza eine große, auf die Zukunft ausgerichtete Partei zu machen.“