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7. Tote nach Unfall in Südtirol - Fahrer wollte in dieselbe Disko

Archivbild Bozen
Archivbild Bozen   -   Copyright  Pixabay CC Barni1
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Nach dem Horror-Unfall ist Südtirol gibt es ein siebtes Todesopfer: eine junge Frau ist im Krankenhaus in Innsbruck ihren schweren Verletzungen erlegen. Das haben die Polizei und die Klinik bestätigt. Drei weitere Personen sind schwer verletzt.

Der Fahrer des Sportwagens, der in der Nacht zu Sonntag im Wintersportort Luttach in Südtirol in eine Gruppe junger Skitouristen aus Deutchland gerast war, ist an diesem Montag ins Gefängnis nach Bozen gebracht worden. Zuvor wurde er aus dem Krankenhaus in Bruneck entlassen, dabei bestehe laut italienischen Behörden Suizidgefahr.

Im Krankenhaus von Bruneck sind auch die ersten sechs Toten - drei Frauen und drei Männer, alle um die 20 Jahre alt -, und ein Teil der verletzten Opfer des Unfalls.

Inzwischen sind viele Angehörige aus Deutschland in Südtirol eingetroffen. Laut Medienberichten handelt es sich bei der Reisegruppe um Studenten, die mit dem Reiseveranstalter "Semesterende" in den Skiurlaub gefahren waren.

"Anwalt, helfen Sie mir"

In einem Interview mit der Zeitung CORRIERE DELLA SERA sagte der Anwalt des 27-jährigen Sportwagenfahrers, dieser habe nicht gemerkt, wie betrunken er war. Stefan L. sei auf dem Weg in die Disko "Hexenkessel" gewesen, berichtete Anwalt Alessandro Tonon. Aus derselben Diskothek in Steinhaus kamen die Studenten, die Opfer des Unfalls wurden. Der Anwalt erklärte auch, der 27-Jährige habe versucht, ein Opfer wiederzubeleben. Und er habe ihn angerufen und um Hilfe gebeten: "Anwalt, ich habe einen Zwischenfall verursacht, helfen Sie mir."

Die Diskothek bleibt vorerst geschlossen, wie der "Hexenkessel" auch auf Facebook mitteilte.

Unfallfahrer offenbar betrunken und zu schnell unterwegs

Laut Polizei hatte der Unfallfahrer 1,97 Promille Alkohol im Blut. Am Sonntagabend hatte die Staatsanwaltschaft in Bozen mitgeteilt: "Aufgrund der gesamten Unfalldynamik ist von einer erheblichen Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auszugehen. Es wird ein Gutachten zur genauen Feststellung der Geschwindigkeit in Erwägung gezogen." An der Unglücksstelle sind 50 Kilometer pro Stunde erlaubt.

Einige Angehörige der in Südtirol bei dem Unfall getöteten jungen Deutschen haben am Montag die Unglücksstelle besucht. Abgeschirmt von der Polizei war die Gruppe zunächst in dem Hotel, in dem die Skiurlauber untergebracht waren. Anschließend gedachten die Angehörigen an den am Straßenrand stehenden Grablichtern der Opfer.

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