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Erdogan im Interview: Erste türkische Truppen nach Libyen geschickt

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Erdogan im Interview: Erste türkische Truppen nach Libyen geschickt
Copyright  Presidential Press Service via AP, Pool
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Die Türkei hat offenbar erste Soldaten nach Libyen entsandt. Das sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN Türk. Ankara will damit die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Tripolis unterstützen.

Das türkische Parlament hatte vor wenigen Tagen seine Zustimmung zu der Intervention gegeben. Wie viele Kräfte es letztlich sein sollen, ist noch offen. Laut Erdogan sind auch ranghohe Anhänger des Militärs beteiligt, die zunächst für Koordinationsaufgaben eingesetzt werden.

Das Ziel der Truppen sei es nicht zu kämpfen, sondern einen Waffenstillstand in Libyen zu erreichen, so der türkische Präsident.

Verlangen nach Rohstoffen

Durch die Kooperation mit Libyen verfolgt die Türkei auch eigene Interessen. Neben einem größeren Einfluss in der Region geht es auch um Erdgasvorkommen im Mittelmeer.

In Libyen stehen sich die in der Hauptstadt Tripolis ansässige Sarradsch-Regierung und die Miliz von General Chalifa Haftar gegenüber. Haftars Truppen kontrollieren den Osten des Landes, wollen ihre Macht aber ausbauen.

Zuletzt kamen bei einem Luftangriff auf eine Militärakademie in Tripolis mindestens 28 Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Die Vereinten Nationen und die EU verurteilten die Attacke.