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Covid-19: Über 100.000 Tote weltweit

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Manchester, 9. April
Manchester, 9. April   -   Copyright  Jon Super/ Associated Press
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Weltweit sind mehr als 100.000 Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag demnach bei mehr als 1,6 Millionen. In den USA wurden in absoluten Zahlen bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Spanien und Italien.

Großbritannien: Mehr Tote an einem Tag als Italien

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als in Italien im selben Zeitraum. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Sterbefälle erfasst.

Insgesamt liegt die Zahl der Opfer des Coronavirus in Großbritannien bei 8958 und damit noch weit hinter Italien, das bis Freitag mehr als 18 000 Todesopfer zählte. Dennoch deuten die stetig steigenden Todeszahlen darauf hin, dass Großbritannien den Höhepunkt der Pandemie noch lange nicht erreicht hat. Aktuell sind dort mehr als 64.000 Personen mit Covid-19 infiziert.

Gesundheitsminister Matt Hancock: "Wir werden nie vergessen, dass jeder einzelne Todesfall ein Verlust ist - hinter dem ein Name steht, eine Familie, die nie wieder dieselbe sein wird wie zuvor. Wir alle tragen gemeinsam die Verantwortung, das Virus zu bekämpfen, indem wir zu Hause bleiben."

Der Weg zurück zur Normalität kann gefährlich werden, wenn er nicht richtig beschritten wird.
Tedros Adhanom Ghebreyesus
WHO-Chef

Auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte, zu schnelle Lockerungen der Maßnahmen könnten katastrophale Folgen haben: "Wenn die Beschränkungen zu schnell aufgehoben werden, könnte das zu einem tödlichen Wiedererstarken des Virus führen. Der Weg zurück zur Normalität kann gefährlich werden, wenn er nicht richtig beschritten wird."

Wieder mehr Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Toten in den vergangenen 24 Stunden ebenfalls angestiegen. Den Behörden zufolge starben seit Donnerstag 554 Menschen in Krankenhäusern an dem neuartigen Coronavirus. Tags zuvor waren es 424. Rechnet man die Personen dazu, die seit Donnerstag in Altenheimen verstarben, sind es am Freitag 987 Tote. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie in Frankreich 13.197 Menschen. Die Zahl der PatientInnen in den Intensivstationen war zuletzt aber leicht zurückgegangen.

Erneut leichter Rückgang in Italien

In Italien ging die Zahl der Toten erneut leicht zurück. Von Donnerstag auf Freitag verstarben dort 570 Menschen an der Lungenkrankheit. Tags zuvor waren es 610. Italien hat in der Pandemie weltweit mit bisher 18.894 Verstorbenen die meisten Toten zu verzeichnen.