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Fast alle seit 15.6. wieder offen: Diese Regeln gelten an Europas Grenzen

Grenze zwischen Italien und Frankreich am 15. Juni 2020
Grenze zwischen Italien und Frankreich am 15. Juni 2020   -   Copyright  Daniel Cole/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Es kommt Bewegung in den Tourismus innerhalb von Europa - schon in diesem Juni. So dürfen jetzt Tausende aus Deutschland doch seit dem 15. Juni per Flugzeug auf die Balearen reisen - um die neuen Corona-Regeln dort zu testen.

Viele Europäerinnen und Europäer denken derzeit darüber nach, ob und wo sie in diesem Sommer Urlaub machen können. Wohin können wir reisen? Was ist erlaubt und was nicht?

Das Auswärtige Amt in Deutschland hat seine Reisewarnungen für 160 Nicht-EU-Länder bis Ende August verlängert Für andere EU-Staaten, die Schweiz, Liechtenstein, Großbritannien, Norwegen und Island ist die Warnung mit dem 15. Juni 2020 aufgehoben. Seit März hatte Heiko Maas von nicht unbedingt notwendigen Reisen abgeraten - und er mahnte auch Anfang Juni zur Vorsicht. Der deutsche Außenminister schrieb auf Twitter: "Wir dürfen uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen. #Covid_19 ist noch längst nicht vorbei. Wir müssen gemeinsam verhindern, dass eine Wiederaufnahme des Tourismus zu einer 2. Welle führt, bei uns oder anderswo. Es kommt auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen an."

Zuletzt hatte auch Innenminister Horst Seehofer die Öffnung der deutschen Grenzen angekündigt.

Auch Österreich und die Schweiz haben ihre Grenzen Mitte Juni offiziell wieder geöffnet. Kontrollen bestehen weiter, aber nur noch stichprobenartig.

Ende von Kontrollen und Quarantänevorschriften

Wer aus andere EU-Ländern nach Deutschland einreisen will, kann sich ab Dienstag (16. Juni 2020) auf "Fast"- Normalbetrieb einstellen. Wie Innenminister Horst Seehofer mitteilte, können EU-Bürger und Schweizer wieder ungehindert, ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften einreisen - von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Weiter unten finden Sie eine alphabetisch geordnete Liste mit vielen europäischen Ländern. Allerdings können wir keine Garantie für die Informationen übernehmen, da sich diese zur Zeit ständig ändern.

In ganz Europa galten zunächst sehr unterschiedliche Regelungen, das normalerweise einfache Reisen durch den Schengen-Raum war seit März stark eingeschränkt. Einige Ausnahmen sind weiterhin in Kraft.

Die EU-Außengrenzen sind für Nicht-EU-Bürger mindestens bis zum 1. Juli geschlossen.

Baltische Staaten: Litauen, Estland und Lettland

Die baltischen Staaten haben am 15. Mai ihre Grenzen zueinander geöffnet. Nur Personen mit ständigem Wohnsitz in Estland, Lettland und Litauen konnten aber schon dann zwischen den drei Ländern reisen.

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen im Prinzip offen, aber nicht für alle.

Nach Litauen sollten nur BürgerInnen aus Staaten einreisen dürfen, in denen in den vergangenen 14 Tagen nicht mehr als 25 bestätigte Fälle pro 100,000 BewohnerInnen verzeichnet wurden. Bisher durfte auch niemand aus Schweden, Portugal und Großbritannien kommen.

Alle drei baltischen Staaten wollten weiterhin keine Einreisen aus Schweden zulassen.

Mehr Infos gibt es hier.

Belgien

Die Grenze war für nicht absolut notwendige Reisen bis zum 15. Juni gesperrt. Nicht-EU-Bürger dürfen auch weiterhin nicht nach Belgien einreisen.

Zunächst gab es eingeschränkt wieder Lufthansa- und ICE-Verbindungen nach Belgien - diese sollten im Laufe des Sommers ausgebaut werden.

Die Grenzkontrollen sind schon zuvor nach und nach gelockert worden.

Mehr Infos finden Sie hier.

Bulgarien

Die Einreise ist für die meisten EU-Bürger sowie für Menschen aus Bosnien, Serbien und Montenegro wieder möglich, aber Einreisende aus Belgien, Portugal, Schweden, den Niederlanden und Großbritannien müssen weiterhin 14 Tage in Quarantäne.

Anfang Juni waren bereits die Grenzen zu Griechenland und Serbien wieder geöffnet worden.

Mehr Infos finden Sie hier.

Valentina Petrova/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Orthodoxe Ostern in Bulgarien am 19. April 2020Valentina Petrova/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Dänemark

Die Grenzen sind für TouristInnen aus Deutschland, Island und Norwegen seit dem 15. Juni wieder geöffnet. Das hat Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitag vor Pfingsten bekannt gegeben. Die Urlauber müssen aber eine Buchung für mindestens sechs Tage vorlegen. Ausgenommen von der Öffnung sind die Hauptstadt Kopenhagen und die Region Frederiksberg, wo es die meisten Covid-19-Fälle gibt.

Gleich nach der Grenzöffnung bildeten sich an der deutsch-dänischen Grenze lange Schlangen.

Carsten Rehder/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Grenze bei Flensburg am 15. Juni 2020Carsten Rehder/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Seit dem 25. Mai konnten Personen mit ständigem Wohnsitz in einem der fünf nordischen Länder (Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden) oder Deutschland wieder einreisen, wenn sie mit jemandem in Dänemark verwandt sind, dort Großeltern haben oder wenn sie auf Geschäftsreise sind oder ein Sommerhaus in Dänemark haben.

Mehr Infos finden Sie hier.

Finnland

Am 15. Juni hat Finnland die Grenzen zu Norwegen, Dänemark, Island, Estland, Lettland und Litauen wieder geöffnet, aber nicht die zu Schweden. Für alle anderen Länder galt weiterhin eine Quarantäne-Empfehlung.

Am 7. Mai hatte die Regierung die Schließung der Grenzen bis zum 14. Juni bestätigt.

Wegen deutlich höherer Coronavirus-Zahlen, war nicht sicher, wann freies Reisen nach Schweden wieder möglich sein sollte.

Mehr Infos finden Sie hier.

Jussi Nukari/Lehtikuva
Grenze bei Hyvinkaa im AprilJussi Nukari/Lehtikuva

Frankreich

Die Regierung in Paris hat die Reisebeschränkungen für Franzosen innerhalb des eigenen Landes Anfang Juni aufgehoben. Seit dem 15. Juni sind die französischen Grenzen zu den Nachbarstaaten wieder offen. Gleichzeitig durften Restaurants in Paris - unter Einhaltung der Abstandsregeln - wieder aufmachen, auch wenn diese keine Terrasse haben.

Flüge und internationale Bahnverbindungen waren zunächst weiterhin eingeschränkt.

Französinnen und Franzosen wurde geraten, die Ferien im eigenen Land zu verbringen. Es wurde damit gerechnet, dass die Preise für Unterkünfte - besonders am Meer - in diesem besonderen Sommer 2020 - ansteigen.

Personen, die aus Nicht-EU-Ländern anreisen, werden mindestens bis zum 1. Juli nicht eingelassen.

Mehr Infos finden Sie hier.

Griechenland

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen für UrlauberInnen wieder geöffnet, aber nur für BürgerInnen aus Albanien, Australien, Österreich, Nordmakedonien, Bulgarien, Deutschland, Dänemark, Schweiz, Estland, Japan, Israel, China, Kroatien, Zypern, Lettland, Libanon, Litauen, Malta, Montenegro, Neuseeland, Norwegen, Südkorea, Ungarn, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Finnland.

Britische, US-amerikanische, französische, italienische und spanische TouristInnen dürfen wegen der hohen Coronavirus-Zahlen zunächst nicht ins Land.

Touristen dürfen seit der Wiederaufnahme internationaler Flüge nach Griechenland einreisen, ohne sich in Quarantäne zu begeben, aber die Gesundheitsbehörden werden bei Bedarf Stichprobentests durchführen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Großbritannien

Die Grenzen sind derzeit offen. Seit dem 8. Juni müssen Einreisende aus dem Ausland aber 14 Tage lang in Quarantäne. Ausgenommen von diesen Maßnahmen sind Personen, die aus Irland, von den Kanalinseln oder von der Isle of Man anreisen.

Bestimmte Berufsgruppen sind von diesen Vorschriften ausgenommen, wie z.B. Beschäftigte des Gesundheitswesens, die zu Gesundheitsdienstleistungen ins Land reisen.

Bei der Ankunft müssen diejenigen, die sich selbst isolieren müssen, ihre Reise- und Kontaktdaten angeben.

Die bitische Regierung hat angekündigt, dass diese Maßnahmen alle drei Wochen überprüft werden sollen.

Mehr Infos finden Sie hier.

Irland

Irland ist nicht im Schengen-Raum. Und es waren Mitte Juni noch Kontaktbeschränkungen in Kraft.

Die irischen Gesundheitsbehörden verlangen derzeit von jedem, der nach Irland einreist, mit Ausnahme von Nordirland, dass er sich nach seiner Ankunft 14 Tage lang selbst isoliert.

Das gilt auch für Personen mit Wohnsitz in Irland.

Bei Ankunft muss ein Passagier-Lokalisierungsformular ausgefüllt werden, es gelten Ausnahmen für Anbieter wichtiger Dienstleistungen wie Spediteure, Lotsen und Schifffahrtspersonal.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Italien

Italien hat seine Grenzen am 3. Juni für Bürger der EU, Großbritanniens, des Schengen-Raums, Andorras und Monacos wieder zu geöffnet. Die App zur Ausbreitung des Coronavirus konnte seit Anfang des Monats downgeloaded werden.

Einige Regionen treffen Vorkehrungen um sicherzustellen, dass durch die plötzliche Wiederöffnung keine neuen Coronavirus-Infektionsherde entstehen.

Auf der Internetseite der diplomatischen Vertretungen Deutschlands in Italien wurde am 29. Mai von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Italien abgeraten.

Mehr Infos finden Sie hier.

Kroatien

Kroatien hat Mitte Mai seine Grenze zu Slowenien wieder geöffnet und am 29. Mai die Grenze mit Österreich, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei.

Seit Mitte Juni dürfen BürgerInnen aus zehn EU- und Schengen-Staaten - darunter Deutschland, Österreich und die Schwiez - wieder einreisen. Sie müssen aber ein Formular mit Kontaktdaten ausfüllen, das es in verschiedenen Sprachen auch im Internet gibt.

Hier ist der Link zum Einreise Formular.

Ankommende Personen werden nur dann gebeten, sich 14 Tage lang selbst zu isolieren, wenn sie mit einer mit Covid-19 infizierten Person in Kontakt gekommen sind oder wenn sie sich krank fühlen.

Mehr Infos finden Sie hier.

Luxemburg

Die luxemburgische Grenze zu Deutschland wurde am 15. Mai wieder geöffnet.

Alle etwa 600.000 Bewohner sollten auf das Coronavirus getestet werden.

Malta

Malta wollte ab dem 1. Juli wieder TouristInnen ins Land lassen - nämlich aus Österreich, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg und die Slowakei sowie die Inseln Sardinien und Sizilien.

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Niederlande

Die Grenzen sind für Reisende innerhalb des Schengen-Raums offen. Die Regierung hat jedoch nachdrücklich von nicht unbedingt notwendigen Reisen abgeraten. Wer in den Niederlanden Urlaub machen will, muss eine Reservierung vorlegen können.

"Die niederländische Regierung rät von Reisen jeglicher Art ab und fordert alle auf, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben", erklärt sie mehrfach auf ihrer Website.

Einige wenige Urlauber aus Deutschland berichteten dennoch, sie seien freundlich aufgenommen worden.

Mehr Infos finden Sie hier

Norwegen

Bis in den Juni durfte nur, wer in Norwegen lebt oder arbeitet, einreisen, dabei sind die Flughäfen sind offen. Erlaubt waren Einreisen aus Dänemark, Island, Finnland, die Färöer-Inseln und Grönland - nicht aber aus Schweden.

Das Außenministerium des Landes rät von allen internationalen Reisen ab, die bis zum 20. August nicht unbedingt notwendig sind.

Bis zum 20. Juli werden Ausnahmeregelungen für einige nahe gelegene europäische Länder erwogen.

In Norwegen gilt sogar eine 10-tägige Quarantäne für diejenigen, die von internationalen Reisen zurückkehren.

Mehr Infos finde Sie hier.

Österreich

Österreich hatte zunächst seine Landgrenzen zu Deutschland, Italien, der Schweiz, Liechtenstein, der Slowakei und der Tschechischen Republik geschlossen.

Die Alpenrepublick öffnet ab 16. Juni seine Grenzen für insgesamt 31 Länder. Reisefreiheit gibt es dann in fast alle EU-Staaten, ausgenommen sind Schweden, Spanien, Portugal und das aus der EU ausgetretene Land Großbritannien. Auch die Grenze zu Italien wird aufgemacht, aber es gibt eine Art Reisewarnung für die Lombardei.

Wer aus Portugal, Schweden, Spanien, Großbritannien nach Österreich kommt, muss weiterhin 14 Tage in Quarantäne oder ein ärztliches Attest mit einem negativen Coronavirus-Test vorlegen.

Das Zeugnis darf nicht älter als vier Tage sein.

Die Einreise auf dem Luftweg ist für Bürger aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums verboten.

Mehr Infos finden Sie hier.

Polen

Mitte Juni hat Polen die Grenzen zu den Nachbarstaaten wieder geöffnet. Ohne Quarantäne einreisen dürfen BürgerInnen aus Österreich, der Tschechischen Republik, Deutschland, der Slowakei, Serbien, Slowenien und Kroatien.

Seit dem 4. Mai 2020 gab es keine 14-tägige Quarantäne mehr für die Personen, die wegen den beruflicher Gründe die Grenze überqueren wollen. Die neue Regelung betrifft auch Schüler und Studierende, die in Polen oder in Deutschland studieren.

Mehr Infos gibt es hier

Portugal

Einreisen für Arbeiter und LKW-Fahrer mit Warenverkehr sind über Portugals Landgrenze zu Spanien erlaubt, aber auf Wunsch Lissabons sollte die Grenze zu Spanien bis zum 21. Juni geschlossen bleiben.

Seit dem 16. März gibt es Grenzkontrollen. Derzeit besteht außer auf den Azoren keine Quarantänepflicht für Ankommende.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Schweden

Schweden hat Grenzbeschränkungen eingeführt, die jedoch nur für nicht unbedingt erforderliche Reisen aus Ländern außerhalb der EU und des EWR gelten, mit Ausnahme von Großbritannien und der Schweiz.

Ab dem 13. Juni können alle Reisende, die keine Symptome von Covid-19 aufweisen, in Schweden frei reisen: die gilt für in- und ausländische Urlauber. Bis zu diesem Datum gelten auch Reisebeschränkungen für schwedische Bürgerinnen und Bürger.

Das schwedische Außenministerium rät von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. Dies gilt bis zum 15. Juli 2020. Innerhalb Schwedens sind, laut Empfehlung der schwedischen Regierung, Reisen in einem Umkreis von 1 bis 2 Autostunden vom Wohnort möglich.

Welche Einschränkungen noch gelten, können Sie HIER NACHLESEN.

Die Beschränkungen traten am 19. März in Kraft und wurden bis zum Mitte Juni verlängert.

Mehr Infos finden Sie hier.

Schweiz

Die Schweiz hat ihre Grenzen für Einreisende aus allen anderen EU- und aus den Efta-Staaten am 15. Juni 2020 wieder geöffnet. Neben den EU-Staaten gilt freies Reisen auch für Bürgerinnen und Bürger von Island, Liechtenstein und Norwegen, die wie die Schweiz zur Efta gehören. Wie die Regierung in Bern am 5. Juni erklärte, passt sie sich damit dem Kurs der meisten EU-Staaten an, weil die Corona-Lage dies erlaube.

Die Schweiz hatte am 13. März 2020 Grenzkontrollen eingeführt.

Flugreisende aus dem Ausland können zur Zeit nur über die Flughäfen Zürich, Genf und Basel einreisen.

Die schweizerischen Behörden haben keine Quarantäne für Einreisende erlassen. Die Ankommenden müssen jedoch die behördlichen Hygiene- und Sozialabstandsregeln einhalten.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Rumänien

Rumänien hat die Grenze zu Ungarn wieder geöffnet. Allerdings gelten auch für den Transit durch Ungarn weiterhin besondere Regeln. Ab Anfang Juni gab es wieder einige Charterflüge von und nach Rumänien.

Einreisende müssen im Prinzip weiterhin 14 Tage in Quarantäne.

Die deutsche Botschaft in Bukarest informiert: "Auf Grundlage des ab dem 15.5. geltenden Alarmzustand in Rumänien sind Flüge nach und von Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, die USA, Türkei, Iran für weitere 14 Tage bis einschließlich 16.6.2020 suspendiert."

Mehr infos finden Sie hier oder auf der Seite der rumänischen Behörden

Slowakei

Die Slowakei hat am 5. Juni die Grenzen zu den Nachbarländern Österreich und Ungarn erstmals seit Mitte März wieder ohne Einschränkungen geöffnet. Bei der Einreise in die Slowakei sind dort keine Coronavirus-Tests mehr vorzuweisen. Das sagte Regierungschef Igor Matovic auf Pressekonferenzen, die er kurz hintereinander an Grenzübergängen zu beiden Nachbarländern organisiert. Auch müssten Heimkehrer aus diesen beiden Nachbarländern ebenso wie bereits seit dem Vortag aus Tschechien in der Slowakei keine verpflichtende Quarantäne antreten.

Einreisen dürfen auch Bürger aus Bulgarien, Zypern, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Kroatien, Ungarn, Island, Liechtenstein, Litauen, Lettland, Ungarn, Malta, Deutschland, Norwegen, Slowenien, Schweiz und Zypern einreisen, müssen aber offenbar weiterhin in Selbstisolation.

Denn für Deutschland und andere Staaten galt die Lockerung vorläufig nicht. Ministerpräsident Matovic sträubte sich bisher, einer von mehreren EU-Ländern und der Schweiz anvisierten Wiedereinführung der Reisefreiheit ab 15. Juni zuzustimmen. Die Öffnung der Grenze zu Österreich gab der populistisch-konservative Regierungschef gemeinsam mit seinem Innenminister, aber ohne Teilnahme österreichischer Politiker bekannt. Er zerriss dabei symbolisch ein nicht mehr notwendiges Papierformular.

Österreich hatte seinerseits die Grenzen zu allen Nachbarländern außer Italien bereits ab Donnerstag einseitig geöffnet.Die slowakische Grenze zu Ungarn und der Tschechischen Republik ist seit dem 27. Mai wieder geöffnet, allerdings mit einigen Einschränkungen.

Bei einem Aufenthalt in Bulgarien von weniger als 48 Stunden ist keine Quarantäne erforderlich.

Mehr Infos finden Sie hier.

Slowenien

Der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa hat die Coronavirus-Krise am 15. Mai für beendet erklärt - und unterstrichen, dass Slowenien dies als erstes Land der EU tue.

Mehr Infos finden Sie auch hier.

Spanien

Die Grenzen werden am 1. Juli wieder für Touristen geöffnet. Derzeit dürfen nur spanische Staatsbürger, in Spanien ansässige Personen (die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Land nachweisen müssen), Grenzgänger, Angehörige von Gesundheits- oder Altenpflegeberufen, die arbeiten wollen, und Personen, die höhere Gewalt oder eine Notlage nachweisen können, über spanische Häfen und Flughäfen einreisen. Zu den Ausnahmen gehören auch diplomatisches Personal und alle, die mit dem Warentransport betraut sind.

Allerdings dürfen ab dem 15. Juni tausende Urlauber aus Deutschland auf die Balearen.

Seit dem 17. März sind die Grenzen zu Frankreich und Portugal geschlossen. Doch spanische StaatsbürgerInnen, in Spanien ansässige Personen, Pendler und Personen, die einen Nachweis über eine Notlage erbringen können, dürfen sie überqueren..

Gegenwärtig müssen Personen, die aus dem Ausland in das spanische Staatsgebiet einreisen, nach ihrer Ankunft 14 Tage lang in Quarantäne, doch wird diese am 1. Juli wieder abgeschafft.

Tschechische Republik

Tschechien hat die Grenzen am 15. Juni für TouristInnen geöffnet, allerdings nicht für alle EU-BürgerInnen gleich. Dabei gibt es ein Ampelsystem, grün sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Polen, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Finnland und die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Zunächst wurden einige Eurocity-Verbindungen von Berlin nach Prag über Leipzig wieder aufgenommen. Auch die Flüge zwischen Prag und Frankfurt starten im Juni wieder.

Gesundheitsminister Adam Vojtech teilte mit, dass Einreisende aus gelb und rot gekennzeichneten Ländern einen negativen Coronavirus-Test vorweisen müssen.

Rot in Europa sind Briten und Schweden; zu den gelben Ländern zählen fur Tschechien auch Dänemark, die Niederlande und Irland. (Siehe Karte im Tweet weiter unten)

Am 26. Mai hat Tschechien die Grenzen Deutschland und Österreich und am 27. Mai die Grenzen zur Slowakei und zu Ungarn geöffnet, allerdings mit Einschränkungen. Bei Zuwiderhandlungen gegen das Infektionsschutzgesetz wie dem unerlaubten Betreten des Landes drohten Geldstrafen von bis einer Million Kronen, etwa 37.000 Euro.

Bis zum 15. Juni konntenen BürgerInnen aus EU-Mitgliedsstaaten einreisen, wenn sie GrenzpendlerInnen sind, in Tschechien eine Wohnung haben, um einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachzugehen, Verwandte zu besuchen oder an einer Universität zu studieren. Jede/r musste sich bei der Einreise mit einem negativen Test auf COVID-19 ausweisen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Ungarn

Die Grenzen zu Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Slowenien und Serbien sind offen, wenn auch mit Einschränkungen. Die Grenzen zu Kroatien sind mit einer Ferienreservierung ebenfalls offen.

Einreisende aus Österreich, Deutschland, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Serbien, Slowenien und Kroatien müssen nicht in Quarantäne.

Ausländer, die aus anderen Ländern nach Ungarn einreisen, müssen 14 Tage in Quarantäne, es sei denn, sie haben einen Testnachweis, dass sie SARS-CoV-2-negativ sind.

Mehr Infos finden Sie hier.

Zypern

Zypern hat kommerzielle Flüge aus ausgewählten Ländern mit niedrigen Covid-19-Infektionsraten im Juni wieder aufgenommen, um seinen lebenswichtigen Tourismussektor anzukurbeln. Bei der Ankunft werden am Flughafen Coronavirus-Tests für etwa 60 Euro angeboten.

Dabei teilt Zypern die Staaten in zwei Gruppen ein:

Für die erste Gruppe waren Einreisen seit dem 9. Juni möglich: Griechenland, Malta, Bulgarien, Norwegen, Österreich, Finnland, Slowenien, Ungarn, Israel, Dänemark, Deutschland, Slowakei und Litauen.

Die zweite Gruppe darf ab dem 20. Juni einreisen: Schweiz, Polen, Rumänien, Kroatien, Estland und der Tschechischen Republik.

Nicht in den Listen enthalten sind die beiden wichtigsten Tourismusmärkte des Landes, die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien und Russland.

Ab dem 20. Juni brauchen Passagiere aus der ersten Ländergruppe keine Gesundheitszeugnisse mehr, aber die Passagiere aus der zweiten Gruppe müssen nach wie vor nachweisen, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind.

Mehr Infos zur Einreise nach Zypern finden Sie hier.

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Nicosia am 4. Mai 2020Petros Karadjias/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.