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Nach Krawallen in Wien: Österreich und die Türkei bestellen die Botschafter ein

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Nach Krawallen in Wien: Österreich und die Türkei bestellen die Botschafter ein
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Die Stimmung zwischen Österreich und der Türkei ist angespannt. Grund sind die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Kurden, Linksradikalen und rechtsextremen Türken in Wien. Beide Länder zitierten jetzt die jeweiligen Botschafter in Wien und Ankara in die Außenministerien.

Zuletzt hatte schon Bundeskanzler Sebastian Kurz "null Toleranz" gegenüber solchen Ausschreitungen angekündigt. Man werde nicht zulassen, dass Konflikte von der Türkei nach Österreich hineingetragen werden, schrieb er auf Twitter.

Innenminister Karl Nehammer sagte: "Wir werden alles tun, was in unserem Rechtsrahmen möglich ist, um genau diejenigen zu erwischen, die für diesen Aufruhr, das Anstacheln der Menschen, die Gewalttaten verantwortlich sind. Wir haben sehr gute Bildaufzeichnungen, wir werden alle verfolgen, die gegen das Symbole-Gesetz verstoßen haben. Der Verfassungsschutz ermittelt hier auf Hochtouren"

Vergangene Woche waren mehrfach kurdische Demonstrationen in Wien-Favoriten von türkischen Nationalisten angegriffen worden. Bei den Krawallen wurden mehrere Personen verletzt, darunter Polizisten und Feuerwehrleute.

Außerdem zeigten einige der Türken den in Österreich verbotenen Wolfsgruß, das Handzeichen der rechtsextremen "Grauen Wölfe". Es gab 20 Anzeigen.

Die Wölfe sind eng mit der rechtsextremen türkischen Partei MHP verflochten, die wiederum die AKP-Regierung von Präsident Erdogan unterstützt.