Eilmeldung
This content is not available in your region

Urteil im Fall Kuciak: Marian Kocner von Mordvorwürfen freigesprochen

Marian Kocner is escorted by armed police officers to a courtroom for a trial session in Pezinok, Slovakia
Marian Kocner is escorted by armed police officers to a courtroom for a trial session in Pezinok, Slovakia   -   Copyright  Petr David Josek/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Der tatverdächtige Marian Kocner ist im Prozess um den Mord an Enthüllungsjournalist Jan Kuciak und dessen Freundin überraschend freigesprochen worden. Er galt als möglicher Auftraggeber hinter dem Mord. Er wurde des illegalen Waffenbesitzes für schuldig befunden.

Mitangeklagt waren auch Alena Z. und ein ehemaliger Polizeibeamter, dessen Mittäterschaft das Gericht als erwiesen ansah. Alena Z. hingegen konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass sie den Mord für Kocner organisert hatte.

Der Unternehmer Kocner stand im Verdacht, den Mord in Auftrag gegeben und bezahlt zu haben. Das Gericht sah diesen Vorwurf als nicht erwiesen an.

Der Todesschütze Miroslav Marcek und ein weiterer Mittäter hatten bereits zuvor Geständnisse abgelegt, sind aber noch nicht rechtskräftig verurteilt.

Der slowakische Journalist und seine Verlobte Martina Kusnirova waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus in Velka Maca erschossen worden. Zuvor hatten sie zu den dubiosen Unternehmungen Kocners recherchiert über Verwicklungen in illegale Geschäfte und die Politik berichtet. Die Reportage wurde erst nach dem Mord der beiden Journalisten veröffentlicht und löste Massendemonstrationen aus, in deren Verlauf die Regierung von Robert Fico zurücktreten musste.

Die Staatsanwaltschaft kann gegen das Urteil Berufung einlegen.