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Obachloses Baby auf Lesbos

Auf der Insel Lesbos läuft ein griechischer Polizeieinsatz, um Tausende von Migranten und Flüchtlingen, die nach dem Brand im Moria-Camp obdachlos geworden sind, in ein Ersatzlager zu bringen.

Die Polizei teilte mit, dass am Donnerstagmorgen 70 Mitarbeiterinnen an Asylsuchende herangetreten seien, um sie von dem Schritt zu überzeugen. Viele hatten sich anfangs geweigert.

Das überfüllte Lager Moria war in der vergangenen Woche bei Bränden fast völlig zerstört worden. Die griechischen Behörden gehen von Brandstiftung aus. An diesem Mittwoch wurden sechs Afghanen, darunter zwei Minderjährige, fetgenommen.

Durch das Großfeuer sind nun mehr als 1.200 Menschen auf Notunterkünfte angewiesen. Die meisten sind obdachlos.

Die katastrophalen Zustände auf Lesbos sind derzeit auch Thema in Brüssel. Die EU-Kommssion will ihre Migrationspolitik reformieren.

Aktivisten von Human Rights Watch forderten die EU auf, die Flüchtlingslager für Tausende von Asylbewerbern in ungeeigneten Unterkünften völlig zu überdenken.