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Auktion: 37 Mio Jahre alter "Säbelzahntiger" kommt unter den Hammer

Säbezahntiger-Skelettkopf  in Paris, 2009
Säbezahntiger-Skelettkopf in Paris, 2009   -   Copyright  FRANCOIS MORI/AP2009
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Ein fast 40 Millionen Jahre altes Skelett, eines "Säbelzahntigers" wird nächste Woche in Genf unter den Hammer kommen, rund ein Jahr nach seiner Entdeckung auf einer US-Ranch.

"Dieses Fossil ist außergewöhnlich, vor allem wegen seines guten Zustands: es ist 37 Millionen Jahre alt und zu 90 Prozent vollständig erhalten", sagte Bernard Piguet, Direktor des Auktionshauses Piguet, am Dienstag gegenüber der AFP.

Die wenigen, noch fehlenden Knochen wurden mit einem 3D-Drucker nachgestellt.

Die ausgestorbenen Tiergattung gehörte zu den Hoplophoneus, die vor 36 bis 25 Millionenen Jahren in Nordamerika lebten. Die Raubtiere erinnern an Katzen, haben jedoch stark verlängerte Eckzähne, weshalb sie im Volksmund auch "Säbelzahntiger" genannt werden.

Skelett wurde auf einer Farm in Süddakota entdeckt

Das spezielle Exemplar wurde im Sommer 2019 im US-Bundesstaat Süddakota gefunden. "Wie bei den meisten Funden hatte Erosion einen Teil des Skeletts freigelegt. Als der Ranchbesitzer auf seinem Grundstück umherging, sah er Knochen aus dem Boden ragen", erklärte der Schweizer Sammler Yann Cuenin.

Es wird geschätzt, dass das fast komplette erhaltene Skelett bei der Versteigerung am 8. Dezember voraussichtlich zwischen 60.000 und 80.000 Schweizer Franken (zwischen 55.300 bis 73.750 Euro) einbringen wird.

Neben dem Säbelzahntiger-Skelett werden auch andere Fossilien und Knochen versteigert, die Jurassic-Park Enthusiasten beeindrucken dürften, darunter der Zahn eines Tyrannosaurus Rex oder die 85 Zentimeter lange Flosse eines Meeeresäugers, der einst die Weltmeere dominierte.

Umstrittene Versteigerungen

Die Versteigerung von Fossilien ist in Europa eher selten und nicht weniger umstritten, die anstehende Auktion ist erst die zweite ihrer Art in der Schweiz. Im September 2019 wurde ein 66 Millionen Jahre altes Skelett eines ornithopoden Dinosauriers (Thescelosaurus neglectus) für 225.000 Schweizer Franken ersteigert.

Einige Paläontologen sind jedoch der Meinung, dass Tier- oder Pflanzenfossilien nicht zur Dekoration für Sammler dienen sollten, sondern als wissenschaftliche Objekte, die von der Entwicklung des Lebens auf der Erde zeugen, mit der Öffentlichkeit geteilt werden müssten