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"Schummelgefahr": Protest gegen EU-Klimaziel in Berlin

Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, muss die EU mehr tun, so "Fridays for Future".
Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, muss die EU mehr tun, so "Fridays for Future". Copyright Britta Pedersen/ dpa
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Von euronews mit Associated Press
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Die EU hat ihr Klimaziel verschärft. Nicht genug, sagen AktivistInnen von "Fridays for Future". Es gebe immer noch zu viele Schlupflöcher.

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KlimaaktivistInnen haben in Berlin für die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens demonstriert, das vor genau fünf Jahren verabschiedet wurde. Die weltweite Erwärmung solle auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit reduziert werden, heißt es dort. 

Um das einzuhalten, hat die EU ihre Klimaziele nachgebessert. Sie will bis 2030 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zu 1990 ausstoßen. Das reicht nicht, sagen die AktivistInnen und verweisen auf den Weltklimarat IPCC, eine zwischenstaatliche Institution, die wissenschaftliche Grundlagen für klimarelevante Entscheidungen liefern soll. 

"Fridays for Future" fordert 80 Prozent weniger Treibhausgase

"Heute wurden die 55 Prozent Netto im EU-Rat beschlossen", so Lina Gobbelè von "Fridays for Future". "Das sehen wir aus aktivistischer Perspektive sehr kritisch, weil die Wissenschaft, also der IPCC-Report, uns erzählt, dass wir unsere Emissionen über 80 Prozent reduzieren müssen."

Außerdem biete die Einigung zu viele Schlupflöcher. "Die Staaten können auch ihre Negativemissionen mit einberechnen", so Gobbelè. "Das heißt, es sind nicht reine 55 Prozent Reduktion, sondern auch schon die Negativemissionen, die beispielsweise durch Aufforstung entstehen, werden mit eingerechnet. Da lässt sich aus politischer Sicht sehr viel mehr mit schummeln."

Die AktivistInnen kritisieren zudem, dass die EU mit ihrem Green Deal auf Wachstum setzt anstatt über alternative ressourcenschonende Modelle nachzudenken.

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