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Verpasste Chance? Düstere Vorzeichen für No-Deal-Brexit

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Verpasste Chance? Düstere Vorzeichen für No-Deal-Brexit
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Zwar berät der britische Premier Boris Johnson am Sonntag wieder mit der EU über einen Brexit-Deal, aber die Aussichten auf eine Einigung sind nicht gut. Dabei sind die Verantwortlichen sowohl in Londn als auch in Brüssel überzeugt, dass ein Abkommen, ujm den Handel zu regeln für beide Seiten eigentlich besser wäre.

Boris Johnson hätte lieber nur mit Emmanuel Macron und Angela Merkel verhandelt, aber die EU lehnte das ab.

Beim Besuch einer Turbinenanlage in Blyth sagte Boris Johnson. an diesem Freitag: "Wenn sie uns etwas Großes anbieten, etwas ganz Anderes, dann schaue ich mir das an. Allerdings gibt es im Moment zwei wichtige Punkte ohne Fortschritt, diese elende Klausel, mit der sie uns ihre Gesetzgebung aufzwängen wollen und die ganze Fischfangfrage, bei der wir die Kontrolle über unsere Gewässer zurückgewinnen müssen."

Zuletzt hatte Johnson immer wieder davon gesprochen, dass alles auf eine "australische Lösung" zulaufe - ohne eine echte Vereinbarung.

Auch in Brüssel glauben viele nicht mehr an ein Handelsabkommen mit Großbritannien.

"Verpasste Chance"?

Irlands Außenminister bedauert die verfahrene Lage. Simon Coveney erklärte bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas: "Die Vorstellung, dass Großbritannien und die EU keine neue konstruktive Partnerschaft aufbauen können, das wäre eine verpasste Chance. Und beide Seiten würden dadurch geschwächt."

Sicher ist, dass am 31. Dezember die Übergangsfrist nach dem Brexit endet und damit auch alle bisherigen Handelsvereinbarungen.