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König Mohamed VI zuerst: Impfungen in Marokko und Algerien angelaufen

Impfung von medizinischem Personal in Casablanca in Marokko
Impfung von medizinischem Personal in Casablanca in Marokko   -   Copyright  Abdeljalil Bounhar/Abdeljalil Bounhar
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In Marokko ist die Impf-Kampagne vor wenigen Tagen angelaufen. Das Land hat die ersten Impfstoff-Lieferungen vom britisch-schwedischen Unternehmen AstraZeneca und vom chinesischen Sinopharm erhalten. Zunächst sollten Marokkanerinnen und Marokkaner über 17 kostenlos geimpft werden, das sind 25 Millionen der 36 Millionen Einwohner. Prioritär sind Beschäftigte im Gesundheitsbereich, die über 40 Jahre alt sind, Lehrerinnen und Lehrer über 45 sowie Beamte, Militärs und Menschen über 75.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, wurde als erster König Mohamed VI in seinem Palast in Fes geimpft. Der 57-jährige Monarch lie ein Foto der Impfung veröffentlichen. Welchen Impfstoff der König erhalten hat, wurde nicht mitgeteilt.

Moroccan Royal Palace/AP
König Mohamed VI in Fes gegen das Coronavirus geimpftMoroccan Royal Palace/AP

Besonders vom Coronavirus betroffen sind Städte wie Casablanca und Salé, ein Vorort von Rabat. Mehr als 8.200 Menschen sind in Marokko an oder mit Covid-19 gestorben. Das Land ist seit März 2020 im Lockdown, was die Wirtschaft des Landes stark in Mitleidenschaft gezogen hat.

Im Dezember 2020 hatte die marokkanische Regierung erklärt, 65 Millionen Impfstoff-Dosen seien bestellt worden.

In Tunesien sollten die ersten Impfungen im Februar organisiert werden.

Algerien hat auch Sputnik V bestellt

In Algerien hat die Impf-Kampagne in Blida begonnen. Der russische Impfstoff Sputnik V wurde am Militärflughafen Boufarik - unweit von Blida - in Empfang genommen. Die algerische Regieurung hat 500.000 Dosen dieses russischen Impfstoffs bestellt. Wie viele bereits geliefert wurden, wurde nicht mitgeteilt. In den kommenden Tagen sollte auch China den Sinopharm-Impfstoff nach Algerien liefern.

Die algerischen Behörden versicherten auch, die Impfstoffe enthielten keine Komponenten, die nicht halal seien.

In dem Land mit 44 Millionen Einwohnern waren Ende Januar offiziellen Angaben zufolge 2.888 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune hält sich nach einer Covid-19-Erkrankung wegen Komplikationen weiterhin in Deutschland auf.