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Euronews berichtet exklusiv: "Open Arms" rettet 40 Menschen aus dem Mittelmeer

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Rettungsaktion im Mittelmeer
Rettungsaktion im Mittelmeer   -   Copyright  Bruno Thevenin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Trotz Coronapandemie setzt die spanische Hilfsorganisation Open Arms ihre Rettungsaktionen im Mittelmeer fort. Euronews-Reporter Pablo Ramiro ist mit an Bord und berichtet exklusiv von der jüngsten Rettungsaktion: 40 Menschen, darunter eine Frau mit drei Monate altem Baby.

Seit mehreren Tagen stehen die Seenotretter unter ständiger Beobachtung der libyschen Küstenwache. Immer wieder kommt es zu Annäherungsmanövern, Patrouillenboote versuchen, die Helfer einzuschüchtern.

Auch an diesem Freitag wird die "Open Arms" aufgefordert, sich zu entfernen. Doch die Besatzung weiß sich in maltesischen Gewässern und bleibt standhaft.

Gegen sechs Uhr abends ortet das Rettungsteam ein kleines Holzboot mit 40 Menschen an Bord, darunter eine Frau und ihr drei Monate altes Baby sowie drei unbegleitete Minderjährige.

Sie kommen aus dem Sudan, aus Ägypten, Kamerun, Algerien und Marokko. Seit 24 Stunden schon treiben sie auf hoher See.

80. Rettungsmission der "Open Arms"

Euronews-Reporter Pablo Ramiro ist mit an Bord und berichtet: "Nach mehrstündiger Suche und einem Zusammenstoß mit der libyschen Küstenwache, die uns aufforderte, uns aus libyschen Gewässern zurückzuziehen, obwohl es in Wirklichkeit maltesische Gewässer waren, hat die Open Arms 40 Menschen auf diesem Holzkahn gefunden, darunter eine Frau und ihren Sohn. Jetzt versucht eines der Rettungsboote, die übrigen Menschen an Bord zu holen. "

Die Rettungsaktion dauert bis in die Nacht. Alle Migranten können schließlich sicher an Bord der "Open Arms" gebracht werden. Die Crew wartet nun auf Anweisungen der Behörden zum weiteren Vorgehen.

Eine weitere Rettungsmission der Open Arms ist beendet. Die Hilfsorganisation war erst vor wenigen Tagen zu ihrer 80. Mission in zentrale Mittelmeer aufgebrochen.