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"Einmalige Gelegenheit": ESA sucht erstmals seit 2008 wieder Astronautinnen und Astronauten

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NASA TV   -   Copyright  Lust auf Dienst auf der ISS? Die ESA sucht AstronautInnen
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Die Europäische Raumfahrtagentur ESA sucht erstmals seit 2008 wieder Astronautinnen und Astronauten. Dabei setze man besonders auf Diversität, so Generaldirektor Jan Wörner bei einer Online-Pressekonferenz. Besonders Frauen sollten sich bewerben. Erstmals will die ESA auch einen oder eine körperlich behinderte Astronautin einstellen. Es soll dann untersucht werden, ob der oder die Kandidatin auch zur Internationalen Raumstation ISS fliegen kann.

Die Bewerbungsfrist beginnt am 31. März und endet am 28. Mai. Bis zum Oktober 2022 sollen dann in einem sechstufigen Verfahren vier bis sechs KandidatInnen ausgewählt werden, die fest angstellt werden und für Weltraummissionen eingesetzt werden sollen. Zudem will die ESA bis zu 20 Reserve-AstronautInnen für spezielle Missionen rekrutieren. Wer sich bewerben will, sollte einen Masterabschluss haben - etwa in Naturwissenschaften oder Medizin - und einige Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Teamgeist ist wichtig

Außerdem wichtig: Teamgeist, wie die ehemalige Astronautin Claudie Haigneré sagt: "Das ist keine individuelle Anstrengung, sondern etwas, das wir alle zusammen tun, zusammen mit dem Team im Kontrollzentrum und den wundervollen Kollegen an Bord. Egal ob Mann oder Frau, welche Ethnie, welches Profil. Ihr werdet ein wundervolles Team."

Die AstronautInnen werden in verschiedenen Orten in Slowenien, Bayern und auf Lanzarote ausgebildet. Sie sollen lernen, in multikulturellen Teams zu arbeiten und besonders auf Sicherheit zu achten. Außerdem erlangen sie geologische Fähigkeiten für zukünftige Missionen zum Mars und zum Mond. Im All müssten sie sich dann wieder auf die Schwerkraft vorbereiten, so Haigneré. Deswegen sehe man auf Bildern, wie die Astronauten trainieren, um nicht zu viel Muskelkraft zu verlieren.

"Das seid ihr eurem 80-Jährigen Selbst schuldig"

Der deutsche ESA-Astronaut und ehemalige ISS-Kommandant Alexander Gerst warb auf Twitter, die Ausschreibung sei für Interessierte eine einmalige Gelegenheit: "Das seid ihr eurem 80-Jährigen Selbst schuldig", so der studierte Geophysiker.