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Einige feiern doch Purim - und protestieren gegen Netanjahu

Trotz dreitätiger nächtlicher Ausgangssperre, die die Regierung extra für den jüdischen Feiertag verhängt hatte, haben einige im orthodoxen Vorort Bnei Brak und in Tel Aviv Purim gefeiert.

Purim ist eine Art jüdischer Karneval, bei dem viele Leute in Israel, - aber auch Jüdinnen und Juden weltweit - verkleidet durch die Straßen ziehen.

Der Ursprung des Festes geht auf das Buch Esther zurück, einem Buch der Bibel, das vom Leben in der antiken jüdischen Diaspora erzählt. Purim erinnert - laut dem Buch Esther - an die wundersame Rettung vor einem Massaker, das Haman - ein Gesandter des persischen Königs - an der jüdischen Gemeinde geplant hatte.

In diesem Jahr wurde Purim in Israel trotz der Impferfolge des Landes von der Corona-Pandemie überschattet.

Bei den Versammlungen in Tel Aviv protestierten die Menschen auch gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu, der sich wegen Bestechungsvorwürfen vor Gericht verantworten muss. Eine Studentin erklärte: "Ich bin hier, weil ich gegen einen korrupten Ministerpräsidenten protestiere, der das Land spaltet und alles tut, um sich der Justiz zu entziehen."