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In Österreich tobt der Streit um die Impfstoffe - Dramatische Lage in Ungarn

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Von Euronews mit ORF, dpa
Wer Wiener Neustadt verlassen will, muss einen negativen Coronavirus-Test nachweisen
Wer Wiener Neustadt verlassen will, muss einen negativen Coronavirus-Test nachweisen   -   Copyright  Ronald Zak/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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In Österreich werden an diesem Samstag wieder mehr als 3.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Alle, die Wiener Neustadt verlassen wollen, müssen jetzt einen negativen Coronavirus-Test vorzeigen. Das ist eine organisatorische Herausforderung. Wie der Bürgermeister im ORF erklärte, gibt es Zehntausende Pendler, die jeden Tag auf einer der 26 Straßen zum Arbeiten aus der Stadt heraus oder in die Stadt hineinkommen. Die 7-Tage-Inzidenz in Wiener Neustadt liegt derzeit bei 534,7.

Immer weiter steigende Corona-Zahlen in Ungarn

In Ungarn sieht die Lage noch viel schllmmer aus. In dem Land mit rund 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind in den vergangenen 24 Stunden 9.444 Neuinfektionen registriert worden, am Freitag waren es 9.011. Insgesamt sind in Ungarn mehr als 16.000 Menschen nach einer Infektion gestorben - 163 in den vergangenen 24 Stunden.

Die ungarische Regierung hat als einziges EU-Land die Impfstoffe Sputnik V aus Russland und Sinovac aus China zugelassen, die bereits verimpft werden. Zudem reiste Ministerpräsident Viktor Orban nach Israel.

Streit zwischen ÖVP und Gesundheitsministerium: Doch kein Basar?

In Wien tobt auch der Streit zwischen Politiker:innen der ÖVP von Sebastian Kurz und dem von Grünen geleiteten Gesundheitsministerium zum Thema Impfstoff-Verteilung.

Nach der heftigen Kritik des Kanzlers an der Impfstoffverteilung in der EU hatte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums Ines Stilling im ORF-Radio Ö1 widersprochen. Sie bezeichnete die Verhandlungen über die Verteilung als"ausgewogen und transparent". Alle Mitgliedsstaaten, also auch Österreich, hätten die Möglichkeit gehabt, freie Vakzinkontingente zu kaufen. Es gebe keine Basarmethoden - wie Kurz sie angeprangert hatte.

Die Gesundheitssprecherin der ÖVP, Gaby Schwarz, forderte an diesem Samstag die Suspendierung von Ines Stilling und anderen Beamten im Gesundheitsministerium, die für die Impfstoffbeschaffung verantwortlich sind.

Doch Sebastian Kurz bleibt bei seiner Kritik an der EU - er schreibt auf Twitter, er habe mit seinem portugiesischen Amtskollegen, der die Ratspräsidentschaft innehat, über das Problem am Telefon beraten.