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Erste Dreharbeiten im All: Filmteam zwölf Tage auf Raumstation ISS

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist ein Filmteam für Dreharbeiten zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Die russische Schauspielerin Julia Peressild und der Regisseur Klim Schipenko erreichten am Dienstag per Expressflug nach mehr als drei Stunden den Außenposten der Menschheit. Live-Bilder der Raumfahrtbehörde Roskosmos zeigten, wie sich das Sojus Raumschiff MS-19 langsam der Station näherte und trotz Problemen andockte. Russland gewinnt damit auch einen Wettlauf mit den USA.

Für den Dreh 400 Kilometer über der Erde sind zwölf Tage vorgesehen. Platz ist in der Station reichlich vorhanden - auch wenn sich dort nun zehn Menschen aufhalten. Der 38-jährige Regisseur soll etwa in dem neuen Forschungsmodul "Nauka" (Wissenschaft) übernachten. Das Modul war erst im Sommer mit vielen Jahren Verspätung ins All gebracht worden. Es gibt damit nun vier Toiletten auf der ISS.

Der als Weltraumdrama angekündigte Film hat den Arbeitstitel "Wysow" (Herausforderung). Der Streifen erzählt von einer Ärztin, die zur ISS fliegen muss, um dort einem erkrankten Kosmonauten das Leben zu retten. Die Medizinerin wird von Peressild gespielt. Sie hatte sich in einem Casting unter gut 3000 Bewerberinnen durchgesetzt.