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Bald die 4. Dosis? Omikron lässt britische Ansteckungen explodieren

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Von Euronews
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Junge Frau mit Maske in London
Junge Frau mit Maske in London   -   Copyright  Frank Augstein/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Im Kampf gegen die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus führt die spanische Regierung wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Das wurde bei einer Online-Konferenz von Ministerpräsident Pedro Sanchez mit Vetreterinnen und Vertretern der spanischen Regionen beschlossen. Gleichzeitig setzen die Verantwortlichen weiter auf Booster-Impfungen gegen Covid-19. Das Land gehört zu denen mit der höchsten Impfquote in Europa.

Wie bis zum vergangenen Sommer gilt die Maskenpflicht überall, wo viele Menschen aufeinandertreffen und wo der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Wann genau die Regelung in Kraft tritt, stand zunächst nicht fest.

In Spanien sind jetzt fast 50.000 Ansteckungen an einem Tag registriert worden.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt derzeit 468. Die 14-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 695 - und damit vier Mal höher als zu Beginn des Monats Dezember.

Mehr als 100.000 Neuinfektionen in 24 Stunden in Großbritannien

In Großbritannien sind zum ersten Mal mehr als 100.000 bestätigte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Damit ist die Omikron-Variante für die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie verantwortlich - doch die Zahl der Todesfälle lag mit 140 weniger hoch als bei vorherigen Wellen.

Schon seit der vergangenen Woche gilt in London der Katastrophenfall - vor allem weil durch die Omikron-Infektionen so viele Menschen in wichtigen Gesundheitsberufen erkrankt oder in Quarantäne sind.

Frankreich will mehr Kinder impfen

Frankreich setzt neben Booster- vor allem auf Kinder-Impfungen. Alle Fünf- bis Zwölfjährigen können sich mit Zustimmung eines Elternteils gegen Covid-19 immunisieren lassen. Doch der Gesundheitsminister erwartet zum Jahresende hohe Infektionszahlen - ähnlich wie in Großbritannien.

Inzwischen können auch freiberufliche Krankenschwestern und -pfleger direkt bei den Menschen zu Hause Impfungen gegen Covid-19 durchführen.

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran rechnet damit, dass es zum Jahresende wegen des Fortschreitens der Infektionen mit der Omikron-Variante bis zu 100.000 Ansteckungen pro Tag geben könnte.

Bald die 4. Dosis für alle? Karl Lauterbach glaubt daran

Israel ist schon einen Schritt weiter. Hier können sich alle über 60 sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen mit einer vierten Dosis impfen lassen.

Karl Lauterbach sieht diese Entwicklung auch für Deutschland voraus. Er sagte auf der Pressekonferenz in Berlin, als Wissenschaftler gehe er davon aus, dass es eine vierte Dosis geben werde.

Kritik kommt von der WHO: "Kein Land kann sich herausboostern"

Allein auf Booster-Impfungen zu setzen, stößt bei der WHO weiter auf Kritik.

"Kein Land kann sich aus der Pandemie herausboostern, und Booster-Impfungen sind keine Eintrittskarte für geplante Feiern.
Tedros Adhamon
WHO-Generaldirektor

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom, erklärte: "Kein Land kann sich aus der Pandemie herausboostern, und Booster-Impfungen sind keine Eintrittskarte für geplante Feiern, ohne dass Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden."

Tests vor Weihnachten in Portugal

In Portugal, wo fast alle Menschen bereits komplett geimpft sind, wollen sich sehr viele testen lassen, bevor sie an Weihnachten im größeren Familienkreis zusammenkommen.