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Beidseitige Warnungen und Drohungen: Putin und Biden erörtern die Ukraine-Frage fernmündlich

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Von euronews
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Biden und Putin während eines Gesprächs im Juni in Genf
Biden und Putin während eines Gesprächs im Juni in Genf   -   Copyright  Patrick Semansky/ The Associated Press

Die Präsidenten Russlands und der Vereinigten Staaten, Wladimir Putin und Joe Biden, haben in einem Telefongespräch mögliche Lösungen in der Ukraine-Frage erörtert. Putin hatte die zweite fernmündliche Unterredung der beiden innerhalb eines Monats angeregt. Nach Angaben des Weißen Hauses dauerte das Gespräch 50 Minuten.

Putin-Berater: „Großer Fehler, der ernsthafte Folgen nach sich ziehen würde"

Juri Uschakow, ein Berater Putins in außenpolitischen Fragen, sagte: „Der russische Präsident unterstrich, dass Russland in dieser schwierigen Lage so handeln wird, wie die Vereinigten Staaten handeln würden, wenn Angriffswaffen in der Nähe der amerikanischen Grenzen aufgestellt würden. Biden hat betont: Sollte sich die Spannungen an der ukrainischen Grenze fortsetzen, werden die westlichen Länder weitreichende Wirtschafts-, Finanz- und Militärsanktionen einsetzen. Uns ist klar, dass das ein großer Fehler sein würde, der ernsthafte Folgen nach sich ziehen würde", so Uschakow.

Warnung auch aus Washington

Auch in einer Stellungnahme des Weißen Hauses wird mit Folgen gedroht, und zwar für den Fall, dass „Russland weiter in die Ukraine eindringe". Weiter heißt es, Biden habe erneut darauf hingewiesen, dass handfeste Fortschritte in diesen Gesprächen nur in einem Umfeld der Deeskalation und nicht der Eskalation möglich seien.

Laut Kreml ließ Biden offen, welche genauen russischen Handlungsweisen bezüglich der Ukraine zusätzliche Sanktionen des Westens zur Folge haben würden.

Für den 10. Januar ist in Genf ein Treffen zwischen US-amerikanischen und russischen Abordnungen anberaumt.