Taliban-Delegation zu Gesprächen in Oslo eingetroffen

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Von Euronews mit dpa, AP
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Norwegen hat Vertreter der Taliban zu Gesprächen über die Armutskrise in dem Land eingeladen.

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Es ist das erste Mal, dass seit der Machtübernahme der Taliban eine Delegation aus Afghanistan nach Europa reist. Norwegen hatte die Taliban-Vetreter nach Oslo geladen, wo noch an diesem Sonntag Gespräche mit westlichen Vertreter:innen beginnen sollen.  Zudem sind auch Zusammenkünfte zwischen der Delegation und anderen Afghanen sind geplant, darunter weibliche Anführerinnen, Journalist:innen und Menschenrechtler:innen.

Zentrales Thema dürfte die Armutskrise in dem Land sein, die sich seit dem Sturz der Regierung drastisch verschärft hat. Seit der Machtübernahme der Tailban ist die internationale Unterstützung weggebrochen, die Vereinigten Staaten haben afghanische Vermögenswerte in Übersee im Wert von 8,4 Milliarden Euro eingefroren.

Rund 23 Millionen Menschen in Afghanistan - etwa 55 Prozent der Bevölkerung - sind akut vom Hunger bedroht. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden 5 Milliarden Dollar benötigt, um die humanitäre Krise in dem Land zu bewältigen.

Für einige Anhänger:innen der afghanischen Diaspora geht die Einladung der Taliban-Vertreter zu weit. Sie protestierten vor dem Büro des Außenministeriums in Oslo und sprachen sie gegen das Treffen aus. Die Initiatorin des Protests, Shahia Soltani, erklärte, sie seien die Stimme derjenigen Afghan:innen, die nicht für sich selbst sprechen könnten.

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