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Corona in Europa: Ende der Maßnahmen in England und Dänemark

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Von euronews
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"Hallo zum alten Leben": Die dänische Ministerpräsidentin verkündet die frohe Botschaft.
"Hallo zum alten Leben": Die dänische Ministerpräsidentin verkündet die frohe Botschaft.   -   Copyright  Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

In der U-Bahn gilt weiterhin Maskenpflicht, ansonsten müssen die Menschen in England in Innenräumen keinen Mund-Nasenschutz mehr tragen. Die Regierung hat zudem weitere Corona-Einschränkungen aufgehoben. Für Nachtclubs und Großveranstaltungen braucht es keinen Impf- oder Testnachweis mehr, die Homeoffice-Empfehlung gilt ebenfalls nicht mehr. 

In den vergangenen Tagen haben sich die Neuinfektionen im Vereinigten Königreich auf hohem Niveau eingependelt - täglich werden zwischen 80 000 und 100 000 Neuinfektionen gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei rund 945 (Stand: 21. Januar). Das Gesundheitssystem sei jedoch nicht mehr von einer Krise bedroht. Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und wählen einen etwas vorsichtigeren Weg.

Dänemark: "Auf Wiedersehen zu Einschränkungen"

Auch in Dänemark gelten die Pandemiemaßnahmen ab Februar nicht mehr. Maskenpflicht, Impfnachweise, alles das soll der Vergangenheit angehören. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bezeichnete den Schritt als Meilenstein: "Wir sagen ,Auf Wiedersehen' zu Einschränkungen und ,Hallo' zu dem Leben, das wir vor Corona kannten", sagte die Regierungschefin. Die hohe Impfbereitschaft habe sich als "Superwaffe" herausgestellt, so Frederiksen weiter. Omikron rufe seltener schwere Krankheitsverläufe hervor und die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei verhältnismäßig gering, sagte Frederiksen.

Von aktuell 938 Covid-Patient:innen in dänischen Krankenhäusern liegen nach Angaben des staatlichen Serum-Instituts lediglich 40 auf Intensivstationen, wovon 25 künstlich beatmet werden. In Dänemark sind 80,7 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft. Die Hälfte der Dänen hat bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Ab nächstem Monat sollen nun in Dänemark Diskotheken wieder normal öffnen und Großveranstaltungen ungehindert über die Bühne gehen können - obwohl das Land derzeit Tag für Tag Rekordwerte an Neuinfektionen zählt. Am Mittwoch wurden 46 747 neue Corona-Fälle gemeldet. Nach Einschätzung der Regierung werden die Zahlen im Februar weiter steigen, bevor sie wieder fallen.

Proteste in ganz Frankreich

In Frankreich ist ein Ende der meisten Maßnahmen noch nicht in Sicht, aber nicht nur die Pandemiepolitik sorgt hier für Frust. Bei einer Demonstration in Marseille beklagten Lehrerinnen und Lehrer ein unterfinanziertes Bildungssystem. Zu unterrichten sei mit den Corona-Regeln sehr kompliziert geworden, so die Lehrerin Pascale Stevens: "Wir fallen um wie Dominosteine."

Nicht nur der Bildungssektor demonstrierte. Drei Monate vor der Präsidentschaftswahl forderten Zehntausende im ganzen Land Lohnerhöhungen.