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Finnland und Schweden: Bald NATO-Mitglieder?

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Von euronews
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Mitglieder einer finnischen Armeeeinheit
Mitglieder einer finnischen Armeeeinheit   -   Copyright  Matt Dunham/AP2008

Der Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine hat in Finnland bei vielen Menschen ein Umdenken bewirkt. Nicht nur hier in der Stadt Lappeenranta, die rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt, wird laut über einen NATO-Beitritt nachgedacht. Finnland und Russland verbindet eine 1340 Kilometer lange Landgrenze.

Marin hat Verständnis

Sie verstehe gut, dass die Sichtweise bezüglich einer Mitgliedschaft in dem europäisch-nordamerikanischen Militärbündnis im Begriff sei, sich zu ändern, so die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin. Die Regierung lehnt bisher einen Beitritt ab, zuletzt war das Thema aber Gegenstand einer Parlamentsdebatte.

Russland will solche Überlegungen verhindern, kündigte „schwerwiegende militärische und politische Folgen“ an, sollte Finnland sich der NATO anschließen.

Finnland hat sich wie auch Dänemark und Schweden entschlossen, der Ukraine Waffen zu liefern. Schweden schickte zuletzt 1939 militärisches Gerät in ein Kriegsgebiet, nachdem die Sowjetunion Finnland überfallen hatte. Bereits im Januar hatte Schweden wegen der zunehmenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland seine militärische Stärke auf der Ostseeinsel Gotland erhöht.

Jesper Skalberg Karlsson, stellvertretender Vorsitzender des Regionalrats von Gotland, sagt: „Schon seit 2015 ist das Militär dauerhaft auf Gotland stationiert. Das begrüßen wir sehr. Das erhöht die Sicherheit der Menschen auf Gotland, aber auch in ganz Schweden, denn wir befinden uns ja mitten in der Ostsee.“

Und in der hat sich die militärische Geschäftigkeit seit 2014 deutlich erhöht. Schweden ist wie Finnland kein NATO-Mitglied, arbeitet mit dem Bündnis aber zusammen.